Erntebilanz

Viel Regen hat Hoffnung auf Rekordernte zunichtegemacht

Auch das Mulchen der Wege gehört zur Arbeit in der Landwirtschaft – wie hier an der Landesstraße bei Altenhasungen.
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Feld ist schon abgeerntet: Auch das Mulchen der Wege gehört zur Arbeit in der Landwirtschaft – wie hier an der Landesstraße bei Altenhasungen.

So wie das Wetter in der Gesamtschau war, so durchwachsen fällt auch die Erntebilanz in diesem Jahr aus. Die Hoffnung auf eine Rekordernte habe sich zerschlagen.

Wolfhager Land – „Das Problem sind die Starkregenereignisse“, sagte Stefanie Wittich-Vogel vom Kreisbauernverband. Getreide sei flächendeckend umgeknickt und habe flach auf der Erde gelegen. Dadurch entstünden den Landwirten hohe Trocknungskosten und die Qualität leide ebenso. Der Verbraucher merke davon allerdings nichts.

„Damit aber Brötchen einen Cent teurer werden, müsste sich der Preis für die Ernte quasi verdoppeln“, sagte Wittich-Vogel beispielhaft. Und der europäische Erntemarkt bestimme auch nicht die Preise am Weltmarkt. Da spielten Amerika, Australien und China eine große Rolle.

Die Ernte wurde durch Regen immer wieder unterbrochen

Weizen haben eine geringere Backqualität, frühe Weizensorten büßten Proteingehalt ein. Die Ernte sei durch Regen auch immer wieder unterbrochen worden.

Vor einigen Jahren hätten sich die Landwirte zumindest bei der Ernte und beim Dreschen auf das Wetter einstellen können. Zwar seien alle froh, dass es regnet, aber für die Ernte sei das kniffelig. Da müsste der richtige Zeitpunkt abgepasst werden. Am vergangenen Wochenende sei das Wetter gut gewesen, die Weizenernte laufe auch noch.

Die Aussaat des Wintergetreides im Herbst sei gut verlaufen und die Saat aufgegangen. Der Bestand sehe gut aus. Die späte Schneedecke habe vor Frost geschützt. Doch danach fehle das Wachstumswetter. Die große Hitze Anfang Juni habe dem Getreide dann einen Dämpfer verpasst und letztlich sei es zu feucht gewesen.

Hoffnung auf besseres Wetter

Die Hoffnung liege auf dem kommenden Wochenende mit einer guten Wetterprognose in Richtung Sommer. „Das wäre optimal und würde auch Mais, Zuckerrüben und dem Sommergetreide guttun“, sagte Stefanie Wittich-Vogel.

Gute Aussaatbedingungen herrschten auch beim Raps, jedoch gab es eine sehr unterschiedliche Blüte durch unterschiedliche Temperaturen. Der Ertrag sei auch hier eher durchschnittlich. (Monika Wüllner)

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