Vier Feuerwehren rücken enger zusammen

Die Zwei vom Dienstleistungszentrum der Wolfhager Wehr: Markus Ruth (links) und Dirk Mahlmann sind die beiden hauptamtlichen Gerätewarte des Wolfhager Feuerwehrstützpunktes. Auf unserem Foto befüllen sie die Waschmaschine, um Einsatzkleidung zu reinigen. Foto:  Norbert Müller/Archiv

Wolfhager Land. Das Dienstleistungszentrum der Wolfhager Feuerwehr soll die Wehren des Wolfhager Landes enger zusammenführen. Im Parlament wurden die Weichen für eine Interkommunale Zusammenarbeit gestellt.

„Zur Interkommunalen Zusammenarbeit gibt es keine Alternative“, warb Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake vor der Abstimmung im Parlament über eine künftige engere Kooperation mit Naumburg, Habichtswald und Breuna im Bereich des Brandschutzes um Zustimmung. Die finanzielle Situation der Kommunen sei bekannt, da gelte es, durch das Bündeln von Aufgaben effizienter zu werden.

Erfolgreiches Standesamt 

Als gelungenes Beispiel nannte er den gemeinsamen Standesamtsbezirk im Wolfhager Land. Dort habe man für einzelne Partner „einen Effizienzgewinn von bis zu 40 Prozent nachweisen können“. Schaake sagte, es sei „eine sinnvolle Variante“, wenn man, wie von den künftigen Partnern im Bereich der Interkommunalen Zusammenarbeit Brandschutz gewünscht, 25 000 Euro der vom Land als Zuschuss erwarteten 100 000 Euro gleichmäßig unter den vier Beteiligten aufteile.

„Wir haben ein Jahr mit den Partnern gerungen“, so Schaake weiter, nun sollte man auch den gefundenen Weg auch gemeinsam gehen - nicht zuletzt, um das Dienstleistungszentrum der Wolfhager Wehr zu stärken. Dort seien mittlerweile auch Wehren jenseits der Altkreisgrenzen Kunden. Bad Arolsen und Volkmarsen gehören ebenso dazu wie Ahnatal, Niestetal und Warburg.

Er sei ein Befürworter der Interkommunalen Zusammenarbeit, erklärte Peter Kranz von den Grünen. „Durch Zusammenschlüsse wird die Leistungsfähigkeit erhöht.“ Eine Zusammenarbeit müsse für alle Partner Vorteile bringen. Nach Sichtung des Vertragsentwurfs befürchte er allerdings langfristig Nachteile für Wolfhagen.

Gegen Auszahlung 

Nach seiner Einschätzung seien die Gebühren nicht kostendeckend berechnet, und sie könnten im Fall von Kostensteigerungen auch nur durch einstimmige Beschlüsse aller Partner geändert werden. Dadurch gebe man „die Hoheit über die Festlegung von Gebühren aus der Hand.“ Er sei auch gegen die Auszahlung der 25 000 Euro aus der IKZ-Förderung an die Partner. Dieses Geld sollte besser in eine Gebührenausgleichsrücklage fließen.

Das sah Sozialdemokrat Heiko Weiershäuser anders. „Wir können doch nicht so arrogant sein und sagen, die weiteren 25 000 Euro behalten wir, und die anderen gehen leer aus.“ Es sprächen viele Gründe für die IKZ. Ein Grund sei: „Es wird eine Stärkung unseres Stützpunktes in Wolfhagen bringen.“

Der Vertragsentwurf wurde bei einer Gegenstimme (Kranz) und vier Enthaltungen verabschiedet.

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