CDU kritisiert fehlende Möglichkeiten für den Schulsport

Vorerst keine Sporthalle an der Wolfhager Liemecke

Mehr Platz für die Grundschüler: In die leer stehende frühere Kreisberufsschule an der Liemecke wird die Wolfhager Grundschule nach Umbau und Sanierung umsiedeln. Eine Sporthalle gibt es dort bislang nicht. Archivfoto:  Norbert Müller

Die Situation des Schulsports in Wolfhagen treibt die Kreistagsfraktion der CDU um.

In einer Pressemitteilung der Christdemokraten, in der die Abgeordneten des Wolfhager Landes Anna-Lena Habel, Hans-Hilmar von der Malsburg und Elfi Schall zu Wort kommen, wird auf einen CDU-Antrag verwiesen, der darauf zielte, „auf dem Gelände der zukünftigen Grundschule an der Liemecke eine Sporthalle einzuplanen“.

Warum ein solcher Neubau aktuell keine Chance auf Realisierung hat, erklärt Landkreissprecher Harald Kühlborn. Die Verlegung der Wolfhager Grundschule von der Ippinghäuser Straße in die frühere Berufsschule an der Liemecke ist längst beschlossene Sache, wesentlicher Grund ist die Platznot am derzeitigen Standort und die fehlenden Möglichkeiten zur Erweiterung. Vor dem Umzug müssen die seit Jahren leer stehenden Räumlichkeiten an der Liemecke umgebaut und saniert werden. Kosten: etwa 5,2 Mio. Euro. Das Geld komme laut Kühlborn zu 100 Prozent aus dem Bundesprogramm KIP macht Schule. Kühlborn: „Da gibt es enge Spielräume, und da passt eine Sporthalle nicht rein.“ Man habe schon „ackern müssen“, bis der Bund bereit war, die Sanierung der alten Berufsschule zu übernehmen.

Er wolle nicht ausschließen, dass es in einigen Jahren Möglichkeiten für eine solche Sportstätte gibt, derzeit gäben es die Finanzsituation und der Haushalt nicht her. Zur Schule selbst erklärte der Sprecher, dass Planung und Ausschreibungen wohl das komplette nächste Jahr beanspruchen werden, ab 2020 dann umgebaut werde. Bis 2022 müsse das Projekt abgerechnet sein, für den Kreis gelte aber: „Wir wollen es schnell umsetzen.“

In der Pressemitteilung der CDU ist zudem die Rede davon, dass es in Wolfhagen „durch fehlende Sporthallenkapazitäten“ einen „wöchentlichen Ausfall von fast 100 Sportstunden“ gebe. Die Zahl könne der Kreis nicht bestätigen, sagte Kühlborn. Das Staatliche Schulamt habe auf Anfrage erklärt, dass neun Stunden regulärer Sportunterricht an der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule ausfallen. Die Stunden, die derzeit bei Sport-AGs nicht möglich seien, würden vom Amt nicht erfasst.

Die Hallensanierung an der Filchner-Schule sei beim Kreis auf jeden Fall Thema. So werde im kommenden Jahr voraussichtlich im Sommer rund 170 000 Euro in eine Ertüchtigung des Hallenbodens gesteckt, für 2021 seien gut 600 000 Euro und für 2022 rund zwei Mio. Euro im mittelfristigen Finanzierungsplan, der mit dem Etat 2019 verabschiedet wurde, vorgesehen.

Da es aufgrund fehlender Sporthallenkapazitäten offenbar verbreitet zum Ausfall der dritten wöchentlichen Sportstunde komme, werde die CDU „für die nächste Kreistagssitzung eine Gegenüberstellung der für jede Schule nach Stundentafel und besonderer pädagogischer Schwerpunktsetzung erforderlichen Stundenzahlen und den tatsächlich vorhandenen Sporthallenkapazitäten einfordern“, kündigte die CDU-Abgeordnete Elfi Schall an.

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