VW-Rückruf: Im Autohaus Ostmann wurden Updates aufgespielt

Kleines Gerät, große Wirkung: Mit einem Laptop spielt Werkstattmeister Alexander Thomas die neue Software für einen Amarok auf. Fotos:  Norbert Müller

Wolfhagen. Die erste Welle ist gelaufen. Am Freitag wurde der letzte VW-Amarok, der mit der Schummelsoftware auf den Markt gekommen war und im Service dem Autohaus Ostmann zugeordnet ist, in der Werkstatt des Wolfhager Stammhauses mit einem Update auf den neuesten Stand gebracht.

Insgesamt waren es hier ein gutes Dutzend der bulligen Pickups, die in den vergangenen drei Wochen von der unzulässigen Software befreit wurden. „Es war gewissermaßen der Probelauf, um zu sehen, ob Schwierigkeiten auftreten“, sagt VW-Werkstattleiter Alexander Thomas. Und: „Es gab keine.“ Offensichtlich hatte man sich gut vorbereitet in der VW-Sparte des Wolfhager Autohauses. Drei neue Mitarbeiter wurden im Vorfeld eingestellt, so Serviceleiter Dietmar Rumpf, und dazu drei neue Diagnose-Tester angeschafft, mit denen auch die neue Software aufgespielt wird.

Den Amarok hatte sich Volkswagen ganz bewusst als Startmodell für die Aktion ausgesucht, es sollte wohl einen sanften Einstieg geben. Thomas: „Der Amarok, das ist die kleinste Gruppe bei uns.“ Der übrige Werkstattbetrieb wurde jedenfalls nicht beeinträchtigt. Eine knappe Stunde Zeit habe man pro Fahrzeug benötigt, erklärt der Meister, die reine Aufspielzeit für die neue Software liege bei rund 25 Minuten.

Insgesamt seien dem Autohaus Ostmann in Wolfhagen mit seinen Marken VW, Audi, Skoda und Seat rund 5800 Fahrzeuge zum Umrüsten zugeordnet, sagt Serviceleiter Rumpf. Bis Ende des Jahres sollen alle Autos abgearbeitet sein.

Damit das auch weiterhin möglichst reibungslos über die Bühne geht, hat der Volkswagen-Konzern die Flut von Fahrzeugen kanalisiert und ruft die Autobesitzer per Brief gruppenweise dazu auf, die Werkstatt aufzusuchen. Nach dem Ablaufplan aus Wolfsburg sind für die VW-Sparte übers Jahr bei Ostmann insgesamt 13 Wellen vorgesehen.

Für die Kundschaft versuche man, die Belastung so gering wie möglich zu halten, so Rumpf weiter. Man biete einen Hol- und Bringdienst an, alternativ stelle man einen kostenlosen Ersatzwagen. Termine gebe es kurzfristig, „von heute auf morgen“, verspricht der Serviceleiter.

Und Werkstattmeister Thomas ergänzt: „Natürlich wird es auch mal Spitzen geben. Aber wir versuchen, es kundenfreundlich zu gestalten.“ Etwa mit versetzten Schichten, dann werde auch mal in den Abendstunden gearbeitet. „Wir bieten auch an, die Termine auf den Samstag zu legen, damit sich die Kunden nicht extra freinehmen müssen“.

Die Bilanz von Serviceleiter Dietmar Rumpf nach der ersten Welle: „Die meisten Kunden nehmen es gelassen.“ Die zweite Welle wird eine größere Herausforderung. Rund 100 Exemplare des VW Passat werden ab Ende Februar erwartet.

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