Waldbrandgefahr wächst: Hessisches Umweltministerium ruft Alarmstufe aus

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Im Juni vergangenen Jahres brannte es in Baunatal-Rengershausen. Um einen Waldbrand zu verhindern, geben die Behörden Verhaltensregeln an alle Waldbesucher heraus.

In den hessischen Wäldern gilt ab sofort die Alarmstufe A – also eine hohe Waldbrandgefahr. Dies teilt das Hessische Umweltministerium mit und verweist dabei auf die anhaltende Trockenheit.

Forstverwaltungen sollen daher den Kontakt mit den örtlichen Brandschützern intensivieren, zudem sollen gefährdete Waldbereiche stärker überwacht werden.

Das Forstamt Wolfhagen bestätigt die erhöhte Waldbrandgefahr. Theodor Arend, Bereichsleiter der Produktion beim Forstamt Wolfhagen, sagt, dass die Wälder im Einzugsgebiet zu etwa 30 Prozent aus Nadelwäldern bestehen. Das sei zum Beispiel im Bereich des Monscheins zwischen Ippinghausen und Bründersen der Fall. Dort stehen vor allem Kiefern, die einen höheren Harzanteil haben und somit stärker brennen als Buchenwälder, die 70 Prozent des Waldanteils ausmachen, sagt Arend.

„Dieses Jahr hatten wir noch keine Einsätze wegen Flächenbränden“, sagt Wolfhagens Gemeindebrandinspektor Frank Brunst. Auch im vergangenen Jahr sei man weitgehend verschont geblieben, die Wehr habe ein-, zweimal zu Flächenbränden ausrücken müssen.

Überschattet wurde dies von einem Großbrand in Baunatal-Rengershausen. Dort waren im Juli vergangenen Jahres hunderte Feuerwehrleute aus dem Umkreis im Einsatz, um einen Brand entlang der Bahnstrecke zu löschen.

Helmut Rupp vom Ordnungsamt Wolfhagen weist darauf hin, dass keine Brandscheine mehr ausgestellt werden. Brandschein ist umgangssprachlich die Erlaubnis, Garten- und Schnittabfälle im eigenen Garten zu verbrennen.

Wegen der erhöhten Gefahrenlage können die Ordnungsämter zusammen mit den Feuerwehren der Städte und Gemeinde beschließen, öffentliche Grillplätze zu schließen. Dies ist bereits in Korbach geschehen. Für Wolfhagen, so das Ordnungsamt, sehe man dazu noch keine Veranlassung.

Was tun, wenn es brennt?

Entdeckt man im Wald einen Brandherd, sollte man diesen umgehend der Feuerwehr melden. Dabei ist es wichtig, den Ort des Brandes so genau wie möglich anzugeben. Kennt man die Örtlichkeit nicht genau, hilft es, einprägsame Besonderheiten zu nennen. Das sind zum Beispiel Gewässer, Einzelbäume und Wiesen. Auch das Aussehen des Feuers ist für die Brandschützer wichtig: Ist es ein Bodenfeuer? Oder ein Vollbrand? Sind Menschen in Gefahr? Besteht Gefahr für Häuser so sogar eine ganze Ortschaft? Zudem ist es wichtig, wie bei allen Notrufmeldungen, die eigene Personalien anzugeben.

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