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Ministerpräsident Boris Rhein: Wolfhager setzen Zeichen für Demokratie

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Von: Antje Thon

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Die Walter-Lübcke-Schule in Wolfhagen.
Die Walter-Lübcke-Schule in Wolfhagen. © Antje Thon

Die Walter-Lübcke-Schule in Wolfhagen wird von Hessens Ministerpräsident Boris Rhein wird dem Walter-Lübcke-Demokratie-Preis 2022 ausgezeichnet.

Wiesbaden/Wolfhagen - Große Ehre für die Wolfhager Lübcke-Schule. Die Einrichtung erhält den Walter-Lübcke-Demokratie-Preis. Zweite Preisträgerin ist die Journalistin Katrin Eigendorf. Die Preisverleihung ist für das kommende Frühjahr geplant.

Beide Preisträger lebten und verkörperten in beeindruckender Weise die Werte, die Walter Lübcke vertreten habe. „Er war ein aufrechter und mutiger Demokrat, der sich unermüdlich für Freiheit, Toleranz und Respekt im gesellschaftlichen Miteinander eingesetzt hat“, sagte der Regierungschef. Die Hessische Landesregierung vergibt den Preis im Gedenken an den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten nun zum zweiten Mal.

Ein starkes Zeichen für die Demokratie und gegen menschenfeindliche Ideologie habe die Wolfhager Schule in der Heimat des ehemaligen Kasseler Regierungspräsidenten gesetzt. Vor zwei Jahren habe sich die damalige Wilhelm-Filchner-Schule in Walter-Lübcke-Schule umbenannt. So trage sie das Vermächtnis Lübckes sichtbar weiter. „Mit der Wahl ihres Namensgebers bekennt sich die Schule zu Toleranz und Weltoffenheit und positioniert sich gegen die Ausgrenzung von Menschen. Das zeigt sich auch im Schulalltag“, sagte Ministerpräsident Rhein. In einer Zeit, in der Hass, Hetze und Drohungen im öffentlichen Raum und in den sozialen Medien zunähmen, beweise die Schule eine gehörige Portion Mut. Rhein: „Die gesamte Schulgemeinde verdient diesen Preis.“

Schulleiter Ludger Brinkmann reagierte auf die Nachricht mit großer Freude. Die Schulgemeinschaft fühle sich unglaublich geehrt. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Art, Demokratie zu leben, ausgezeichnet wird“, sagte Brinkmann gegenüber der HNA. Die Umbenennung der Schule, die seinerzeit von den Schülerinnen und Schülern initiiert worden war, sei ein starkes demokratisches Symbol und sicherlich mit ausschlaggebend für die Würdigung. Nach wie vor spiele das Thema Demokratie in vielen Bereichen des Schulalltags eine Rolle.

Ebenfalls geehrt wird Katrin Eigendorf, die unter Einsatz ihres Lebens über den Krieg in der Ukraine berichtet. „Dabei schafft sie es, den Opfern von Krieg, Vertreibung und Unterdrückung Gehör zu verschaffen. Sie ist ein Sprachrohr für die Menschen. Als mutige Journalistin verdient sie unseren Respekt“, so der Ministerpräsident.

Der Walter-Lübcke-Demokratie-Preis wurde von der Hessischen Landesregierung gestiftet, um an die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten durch einen Rechtsextremisten zu erinnern. 2020 wurde er erstmals verliehen an Robert Erkan, der sich um die Betreuung der Hinterbliebenen der Opfer des Hanauer Anschlags kümmert, die Journalistin Dunja Hayali und das Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus und Rassismus - für demokratische Kultur in Hessen.  (Antje Thon)

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