Trotz hoher Briefwahlbeteiligung kamen viele ins Wahllokal

Warteschlangen vor Stimmabgabe

Der Wahlmorgen verlief ruhig in der Wolfhager Stadthalle: Peter Witte aus Wolfhagen gab am Vormittag seine Stimme ab. Rechts Wahlleiter Roman Krettek.
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Der Wahlmorgen verlief ruhig in der Wolfhager Stadthalle: Peter Witte aus Wolfhagen gab am Vormittag seine Stimme ab. Rechts Wahlleiter Roman Krettek.

Der Wahlsonntag im Altkreis Wolfhagen verlief in den meisten Kommunen eher ruhig. Das Wetter spielte mit: Viele Wähler verbanden vor allem am Nachmittag den Sonntagsspaziergang mit dem Gang zur Wahlurne.

Wolfhager Land - Durch die Corona-Regeln kam es in kleineren Wahllokalen hier und da zu Warteschlangen, die sich aber relativ fix wieder auflösten. Streitereien gab es nicht und auch Maskenverweigerer spielten kaum eine Rolle. Das erklärte beispielsweise Roman Krettek vom Wahlvorstand in der Wolfhager Stadthalle. Hier wurden die Wählenden durch den Hintereingang empfangen und später per Leitsystem zum Haupteingang hinausgeschickt. Vorher konnten sie ihre benutzten Kugelschreiber an einem separaten Tisch zur Desinfektion abgeben. Viele Wähler in Wolfhagen hätten sich für die Briefwahl entschieden, erklärte Krettek. Dies war am Sonntag anhand der Wahllisten für die Helfer ersichtlich.

Auch in Breuna verlief die Wahl ohne besondere Vorkommnisse. In der Mittagszeit bildeten sich sogar Menschenschlangen, so groß war der Andrang, wie Frank Krakenberg erklärte. Obwohl auch hier viele dem Trend gefolgt waren und an der Briefwahl teilnahmen.

Während die einen ihre Stimmen direkt im Dorfgemeinschaftshaus abgaben, waren im Nebenraum Wahlhelfer damit beschäftigt, die Briefunterlagen zu sortieren. Die Stimmung insgesamt unter den Wahlhelfern im örtlichen Dorfgemeinschaftshaus war entspannt. Aber auch die Wähler verbreiteten gute Stimmung und es gab hier und da ein kurzes Gespräch, weil man sich im Dorf einfach auch kennt.

In Bad Emstal sind die Wähler nicht nur dem Briefwahl-Trend gefolgt, sondern viele kamen am Sonntag auch ins Wahllokal. Zwar hätten einige auch die Wahllokale verwechselt und hätten kleine Hilfestellungen gebraucht, hieß es. Auch in Merxhausen machten mehr als 50 Wähler von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Denn wenn es unter 50 Wähler sind, müssen Wahlbezirke zum Auszählen zusammengelegt werden, damit das Wahlgeheimnis bei so einer geringen Wählerzahl gewahrt bleibt. Deshalb wurden bei der Kommunalwahl die Stimmen von Riede und Merxhausen gemeinsam ausgezählt. Dem war nun bei der Bundestagswahl nicht so, wie Mira Keilmann von der Gemeinde Bad Emstal erklärte. Auch in Merxhausen und Riede seien die Wähler zahlreich erschienen und so konnten die beiden Wahlbezirke separat ausgezählt werden.

Überraschend viele Wähler, insbesondere in den Vormittagsstunden, wurden auch in Zierenberg registriert, wie Zierenbergs Bürgermeister Rüdiger Germeroth mitteilte. Hier waren alle gut auf die Wählerschaft vorbereitet. Das Land Hessen hatte wegen der Besonderheit der Wahl während der Corona-Pandemie ausreichend Desinfektionsmittel und Mundschutz zur Verfügung gestellt.

Das Auszählen und die Bekanntgabe der Ergebnisse funktionierte in allen Wahlbereichen im Wolfhager Land gut. Einzig die Ergebnisse der Briefwahl verzögerten sich leicht.

Von Monika Wüllner Und Bea Ricken

Briefwahl für die Auszählung vorbereiten: Toni Hänel und Sebastian Drude beim Sortieren.
Anstellen, Kreuzchen machen, fertig: Viele Wähler nutzten die Möglichkeit zur Wahl.

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