Tier muss nicht mehr zum Schlachthof

Wolfhager Bauern wollen Weideschuss einführen: Kein Stress beim Schlachten

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Sterben ohne Angst: Landwirte wollen den Weideschuss im Altkreis Wolfhagen einführen. Dabei werden die Tiere auf der Weide geschossen und müssen nicht zum Schlachthof transportiert werden.  

Wolfhagen. Bis im Wolfhager Land auf der Weide Rinder geschossen werden dürfen, müssen noch einige Hürden überwunden werden.

Eine Interessengemeinschaft von bisher zehn Landwirten ist jedoch fest entschlossen, den sogenannten Weideschuss bald einzuführen. 

Damit wollen sie den Tieren das Leid im Schlachthof ersparen und qualitativ hochwertiges Fleisch anbieten. Ohne den Stress beim Schlachten übersäuert das Fleisch nicht und hat so einen besseren Geschmack. 

Hilfe erhalten die Landwirte für ihr Projekt vom Kreis-Veterinäramt und der Stadt Wolfhagen. 

Um weitere Schritte zu koordinieren, sind alle Interessierten zu einer Veranstaltung am Mittwoch, 24. Mai, ab 20 Uhr, ins Haus des Gastes nach Ippinghausen eingeladen. Angesprochen sind Rinderzüchter von Robust- aber auch Haustierrassen. Eine biologische Ausrichtung des Betriebes ist nicht nötig. 

Der Weideschuss 

Das übliche Vorgehen beim Weideschuss ist laut Schweinsfurth Stiftung ein präziser Schuss auf den Kopf des Tieres. Dabei sollte das Projektil nach Möglichkeit im Haupt des Rindes verbleiben. Die Schweinsfurth Stiftung existiert seit den 1980er-Jahren und ist eine Vereinigung, die sich für ökologisch erzeugte Lebensmittel und nachhaltige Landwirtschaft einsetzt.

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