Bilanz der Polizei ist dennoch positiv

Nicht alle halten sich an die Ausgangssperre im Wolfhager Land

Gespenstige Ruhe herrscht am Wolfhager Bahnhof am ersten Abend der Ausgangssperre.
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Gespenstige Ruhe herrscht am Wolfhager Bahnhof am ersten Abend der Ausgangssperre.

Die Stadt wirkt auf den ersten Blick still und menschenleer. Ganz ungewöhnlich um diese Uhrzeit um kurz nach 22 Uhr am Samstag.

Wolfhagen. Dabei ist Wolfhagen noch wach, in den meisten Häusern brennt Licht. Hier und da regt sich dann doch etwas. Vor dem Tegut-Markt steigen die letzten Mitarbeiter in ihre Autos und fahren nach Hause. Ein Mann führt seinen Hund spazieren.

Ab und zu fährt ein Auto vorbei. Ob darin auch Pendler sitzen oder Menschen, an denen die Regeln der Ausgangssperre vorbeigegangen sind, bleibt offen.

Der Bahnhof ist menschenleer, ebenso wie der Zug, der am Bahnsteig steht. An der Bushaltestelle stehen zwei junge Leute. Angesprochen auf die Ausgangssperre berichten sie, dass sich der Zug verspätet hat. Eigentlich wären sie längst zu Hause. Nun hoffen sie, dass der Bus trotzdem kommt. Ein Taxi fährt über den Parkplatz des Bahnhofs.

Zwei Jugendliche huschen durch die Straße. Beim Auftauchen des Scheinwerferlichts gehen sie schnell auf Abstand zueinander. Auf den Pfeiffen stehen am Straßenrand drei Männer im Kreis zusammen und haben ihre Bierflaschen auf einem Stromkasten abgestellt. „Ich weiß nichts von einer Ausgangssperre“, sagt einer. Offenbar sind auch die Kontaktbeschränkungen an ihnen vorbeigegangen. Die Bilanz der Polizei, die in der Nacht immer wieder Streife fährt, ist dennoch positiv: Die meisten Menschen im Wolfhager Land hätten sich an die Regeln gehalten. Besondere Vorfälle gab es nach Auskunft eines Polizeisprechers nicht. (Bea Ricken)

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