Nachfrage nach Molkereiprodukten steigt

Weltmilchtag am Dienstag: Bei einigen Betrieben reicht das Geld nicht für Investitionen

Kühe auf der Weide: Zum heutigen Weltmilchtag weist der Kreisbauernverband darauf hin, dass die Zahl der Milcherzeuger deutlich zurückgegangen ist.
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Kühe auf der Weide: Zum heutigen Weltmilchtag weist der Kreisbauernverband darauf hin, dass die Zahl der Milcherzeuger deutlich zurückgegangen ist.

Am morgigen Dienstag ist Weltmilchtag. Die Zahl der Milcherzeuger im Wolfhager Land ist zurückgegangen.

Wolfhager Land – Mit dem Weltmilchtag soll auf das Produkt Milch aufmerksam gemacht und die vielseitige Verwendbarkeit aufgezeigt werden, wie Reinhard Schulte-Ebbert, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Kassel, sagt. „Milch bedeutet Genuss.“ Das reiche von Butter über Quark bis hin zum Käse.

In den Altkreisen Kassel und Wolfhagen gebe es etwa 40 Milcherzeuger, wie Schulte-Ebbert berichtet. Das seien deutlich weniger Betriebe als noch vor 30 Jahren. „Es ist ein schwieriger Markt geworden“, weshalb einige Betriebe schließen mussten. Für eine Durchschnittsmilch erhält ein Landwirt aktuell 31 Cent pro Liter. Doch das Geld reicht nicht für Investitionen aus, damit sich Landwirte für die Zukunft etwas aufbauen können. Da müssten noch etwa 20 Prozent drauf, wie Schulte-Ebbert meint.

Allerdings steige derzeit die Nachfrage nach Milchprodukten. „Das ist für uns erfreulich.“ Vor allem der Schnittkäse sei an den Tagen vor Pfingsten besonders gefragt gewesen.

Momentan läuft die Futtergewinnung für Kühe auf Hochtouren, wegen des Wetters jedoch drei Wochen später als die Jahre zuvor. Schulte-Ebert hofft, das wieder aufholen zu können. (Samira Müller)

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