Schule ohne Stress

Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen will neues Unterrichtskonzept umsetzen

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Ein neues Konzept soll in der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule für einige Veränderungen im Schulalltag sorgen.

Wolfhagen - Weniger Stress im Schulalltag. Das ist das Ziel des neuen Unterrichtskonzepts, an der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule. 

Ein neues Unterrichtskonzept, das unter anderem für einen stressreduzierteren Schultag sorgen soll, ist für den Schuljahreswechsel im Sommer an der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule geplant. Die sogenannte Rhythmisierung des Schulalltags, eine vom Land vorgegebene Aufgabe für Ganztagsschulen, zielt darauf ab, ein sinnvolles Unterrichtskonzept zu entwickeln, bei dem es zum Beispiel einen Wechsel von anspruchsvollen Aufmerksamkeits-, Anspannungs- und Entspannungsphasen geben soll. 

Ludger BrinkmannSchulleiter

Diskutiert wurde seit 2015 in diesem Zusammenhang auch die Auflösung eines starren Schulstunden-Rasters. „Für die Verkürzung der Schulstunde von bisher 45 Minuten auf 40 Minuten hat es bei uns in der Schule keine Mehrheit gegeben“, berichtet Schulleiter Ludger Brinkmann.

Entzerrung des Unterrichtstages

Geplant sind jedoch andere Neuerungen, die laut Brinkmann zu einer Entzerrung des Unterrichtstages beitragen sollen. So hatten die Oberstufenschüler bisher kaum Zeit zum Mittagessen, da deren Pause kürzer als die der Mittelstufenschüler war. Dies war auch einer der Kritikpunkte des Elternbeirates. „Wir haben es jetzt so geregelt, dass die Oberstufenschüler neun Schulstunden erhalten, die durch eine einstündige Mittagspause unterbrochen werden“, so Brinkmann.

Durch eine neue Sortierung seien dennoch alle Wahl- und Pflichtfächer mit der vorgesehenen Stundenzahl abgedeckt. Mit Computerunterstützung sollen die Pläne so gestaltet werden, dass in der gymnasialen Oberstufe zu viele „Spring-Stunden“ (Freistunden) vermieden werden. Die Buszeiten bleiben unverändert.

Außerdem soll für die Klassen fünf bis zehn die Lern- und Projektzeit auf alle Schulzweige ausgedehnt werden. Jede Klasse erhalte drei Stunden Lern-, Förder- und Projektzeit pro Woche, die in den Regelunterricht integriert werde.

Lernfächer und kreative Fächer sollen sich abwechseln

Fächerübergreifende Themen, wie zum Beispiel die Organisation von Hausaufgaben, das Schreiben eines Textes oder die PC-Nutzung, können dort integriert werden und entlasten die Hauptfächer. Auch hier bedeutet dies für die Schüler keine Mehrstunden. „Nur die Verteilung ist eine andere“, erklärt Brinkmann.

Der Aufbau der Stundenpläne sieht vor, dass sich Lernfächer wie Mathe mit kreativen Fächern wie Kunst und dem Bewegungsfach Sport abwechseln. Doppelstunden sollen dafür sorgen, dass die Schultasche durch weniger Bücher leichter wird. Letzteres habe man ohnehin schon seit Jahren, in den Stundenplänen umgesetzt, so Brinkmann.

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