Auftritt am 29. Juni 

Abrocken mit der Kölschband: Niedeckens Bap beim Wolfhager Kulturzelt 

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Auf dem roten Teppich: Wolfgang Niedecken (Mitte) mit seinen Musikern. Am 29. Juni geben sie zum Abschluss des diesjährigen Festivals ein Konzert im Kulturzelt.

Die Kölsch-Rock-Band Niedeckens Bap wird am 29. Juni den Schlussakkord des diesjährigen Wolfhager Festivals setzten. 

Wer sich auf ein Konzert der Kölsch-Rocker Bap einlässt, muss Zeit mitbringen, viel Zeit. Unter drei Stunden machen es Wolfgang Niedecken und seine Musiker nicht. Und das wird am 29. Juni, wenn Bap den Schlussakkord des diesjährigen Wolfhager Festivals setzt, nicht anders sein.

Unbändige Spielfreude ist die erste Voraussetzung, um einen derartigen Bühnenmarathon zu absolvieren. Die zweite: ein üppiges Song-Repertoire. An beidem mangelt es der Kölner Kult-Kapelle, bei der nur noch Chef Niedecken von der Urbesetzung übrig ist, nicht.

Seit 1976 gibt es die Band, die Anfang der 1980er-Jahre deutschlandweit durchstartete und mit ihrer Mischung aus Mainstream-Rock und Texten in kölscher Mundart schnell zum gefragten Live-Act wurde.

Stilistisch ist Bap stark von Vorbildern wie Bruce Springsteen, den Stones und den Kinks beeinflusst, auch Bob Dylan, den Niedecken seit Jugendtagen verehrt, hat der Combo seinen Stempel aufgedrückt.

Die 80er waren zweifellos die erfolgreichsten Jahre in der Bandgeschichte. In dieser Zeit entstanden Stücke wie „Verdamp lang her“ und „Kristallnaach“, mit denen Niedecken und Co. bis heute jedes Publikum auf Hochtouren bringt. Selbst in Bayern und im hohen Norden der Republik singen die Konzertbesucher die kölschen Texte, in denen es um alltägliche Geschichten und Gefühle geht, aber auch um kritische politische Statements, begeistert mit.

19 Alben in den Top-Ten

Die Klassiker der Band 19entstanden nahezu ausschließlich als Kooperation zwischen Wolfgang Niedecken und dem langjährigen musikalischen Kopf von Bap, dem Gitarristen Klaus „Major“ Heuser. Die beiden ergänzten sich ähnlich wie Jagger und Richards oder Lennon und McCartney. 1999 stieg Heuser aus. Laut Niedecken wollte sein langjähriger Kompagnon verstärkt international ausgerichteten Radio-Pop spielen, Niedecken aber beim Kölsch-Rock bleiben. Auch ohne Heuser blieb Bap eine der gefragtesten Live-Kapellen des Landes. Eingängige Kompositionen wie „Do kanns zaubere“ oder „Wenn et Bedde sich lohne däät“ entstanden nach Heusers Ausstieg aber kaum noch.

Trotzdem: Von den gut 24 Alben, die die Band seit ihrer Gründung veröffentlicht hat, erreichten bislang 19 die Top-Ten, elf landeten gar auf dem ersten Platz der Charts. Damit zählt Bap zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Bands.

Bei der Vielzahl von Tonträgern mit unzähligen Hits können die Musiker aus den Vollen schöpfen. Für die aktuelle Tour, schreiben die Kulturzeltmacher in ihrer Info, habe Wolfgang Niedecken „mit viel Liebe zum Detail wieder echte musikalische Fundstücke aus seiner Schatzkiste auf die Setlist gepackt und ihnen zusammen mit seiner erstklassigen Band ein überraschend neues Lebensgefühl eingehaucht“. Neben einigen neuen Stücken gibt es dann auch viele Klassiker, genug jedenfalls, um mindestens drei Stunden abzurocken.

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