Weiterer Beratungsbedarf

Bebauung am Fuß des Wolfhager Gotzenbergs lässt auf sich warten

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Hier soll gebaut werden: Die Freifläche an der Kurfürstenstraße unterhalb des Gotzenbergs – links die Straße nach Bründersen – wird die Wolfhager Parlamentarier noch weiter beschäftigen.

Wolfhagen. Ganz reibungslos läuft das Verfahren nicht, mit dem die Fläche im Bereich des ehemaligen Hofs Waßmuth an der Wolfhager Kurfüstenstraße Bauland wird. 

Es sollte der nächste Schritt auf dem Weg zur Erschließung der großen Freifläche an der Wolfhager Kurfürstenstraße zu einem Baugebiet werden. Aber statt die Beschlussvorlage für die Fläche am Ortsausgang in Richtung Bründersen, dort wo einst der Hof Waßmuth stand, abzusegnen, schickte das Wolfhager Stadtparlament die Sache zur erneuten Beratung in den Bauausschuss zurück.

Konkret ging es darum, eine Abwägungsliste zu beschließen, in der die bei der Beteiligung der Bürger und der Träger öffentlicher Belange eingegangenen Stellungnahmen zusammengefasst wurden. Ein üblicher Vorgang im Vorfeld der Änderung eines Flächennutzungsplanes oder eines Bebauungsplanes. Letztlich sahen aber fast alle Wolfhager Stadtverordneten noch Beratungsbedarf, und dabei spielte auch ein Walnussbaum, für dessen Erhalt sich der Magistrat starkgemacht hatte, eine Rolle.

Wolfgang Leffringhausen von der CDU formulierte die Punkte, über die es zu sprechen gelte und betonte, er sehe noch zu viele Unstimmigkeiten. Zwei Walnussbäume stehen auf dem Gelände, von denen einer erhalten bleiben soll. Das, so Leffringhausen werde „über die Jahre hohe Unterhaltskosten“ verursachen, für die die Stadt aufzukommen habe. Dafür entfielen zudem 250 Quadratmeter Baufläche. Der Erhalt sei von keiner Fachbehörde gefordert worden.

Aber auch aus einem anderen Grund gingen vier Bauplätze verloren: Da das Ortsschild nicht versetzt werde, dürfe entlang der Kurfürstenstraße ein 20 Meter breiter Streifen im Baugebiet nicht bebaut werden. Hintergrund seien unterschiedliche Auffassungen zwischen Hessen Mobil und dem Landkreis Kassel.

Probleme sieht Leffringhausen auch mit einer Fläche, die für ein genossenschaftliches Bauprojekt reserviert sei. Sollte das Projekt nicht realisiert werden, wäre eine erneute Änderung des Bebauungsplans fällig, wenn die Fläche für Einfamilienhäuser zur Verfügung gestellt solle. „Dadurch würden wieder Extrakosten entstehen“.

Und schließlich: Die östlich gelegenen Streuobstwiesen sollen als Ausgleichmaßnahme für die Bebauung dienen, so Leffringhausen. Zusätzlich sei zum Ausgleich am Ofensteinwasser im Rahmen der Renaturierung der Bachaue eine Fläche von rund einem Hektar vorgesehen. Diese Größenordnung erscheine ihm unterm Strich zu hoch.

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