Umsatteln für den Schulweg

Wilhelm-Filchner-Schule, Stadt und Grüne wollen Begeisterung fürs Radeln wecken

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Werben fürs Radfahren: Wolfhagens Sportentwicklungsbeauftragter Daniel Köntopf, Stefan Arend, Radfahrbeauftragter des Landkreises Kassel, Schulleiter Ludger Brinkmann, stellvertretende Schulleiterin Katrin Bergmann und Grünen-Stadtverordnete Dr. Christine Becker an der Rad-Stellfläche der Wilhelm-Filchner-Schule. Dort gibt es derzeit allerdings nur Platz für 26 Fahrräder.

Wolfhagen. Eine Radfahrer-Stadt ist Wolfhagen nicht gerade. Aber sie soll es werden. Die Wilhelm-Filchner-Schule (WFS) könnte dabei eine wichtige Rolle übernehmen und selbst gleich mehrfach profitieren.

„Die Filchner-Schule ist keine Schule der Radfahrer“, stellt Schulleiter Ludger Brinkmann nüchtern fest. Das sei zum einen der Tatsache geschuldet, dass ein Großteil der 1360 Schüler mit Bus und Bahn aus dem Umland anreist, und auch der „Situation in Wolfhagen“: Im Bereich der Radwege gebe es noch deutlichen Verbesserungsbedarf, da sei „noch viel Luft nach oben“.

Aber auch im Bewusstsein von Schülern und Eltern, die im Bereich der Kernstadt wohnen, müsste sich Grundlegendes ändern. Derzeit bestimmen die Eltern-Taxis – vor allem morgens – das Bild. Die bringen, sagt Brinkmann, von 7.30 Uhr bis 7.45 Uhr „das Chaos vor die Schule“. Im Bereich Buttlarstraße/Ippinghäuser Straße geht dann verkehrstechnisch meist nichts mehr. Würde der Nachwuchs die Strecke zwischen Teichberg und Schule mit dem Rad zurücklegen, gäbe es nur Gewinner: Die Gesundheit der Schüler würde profitieren, die Umwelt, und die Verkehrslage würde sich enorm entspannen.

Mit dem Umsatteln aufs Rad würde man zudem das Fundament dafür legen, dass die Schüler auch später, als Erwachsene, viele Wege mit dem Rad absolvieren, sagt Stefan Arend, Radwegebeauftragter des Landkreises Kassel. „Beim Radeln ist die Gewohnheit ein wichtiger Faktor.“ Deshalb sei es wichtig, „früh das Bewusstsein anzuregen“.

Grund genug für die Filchner-Schule, sich ab sofort am dreiwöchigen Wettbewerb Schulradeln zu beteiligen. Mit immerhin fast 600 Schülern aus der Kernstadt hat die WFS enormes Potenzial. Und dazu kommen ja auch noch die Schüler der umliegenden Stadtteile, die allerdings auf ein deutlich verbessertes Radwegenetz angewiesen wären, für das sich die Wolfhager Grünen starkmachen. In der jüngsten Sitzung des Parlaments haben sie einen Antrag eingebracht, mit dem die Verwaltung beauftragt werden soll, konkrete Vorschläge für ein Radewegenetz zur Anbindung aller Wolfhager Stadtteile zu erarbeiten. Dessen Dringlichkeit werde durch das Interesse der Schule an sicheren Radwegen unterstrichen, so Dr. Christine Becker von den Grünen. Interesse zeigt auch die Stadt selbst: Sportentwicklungsbeauftragter Daniel Köntopf hat die Kommune für den übergeordneten Wettbewerb Stadtradeln, der ebenfalls bis zum 30. September läuft, angemeldet. Bis dahin werden von allen, die sich beteiligten, die mit dem Rad zurückgelegten Kilometer gesammelt. Dazu kann man sich die Stadtradeln-App herunterladen Details dazu gibt es auf www.stadtradeln.de.

Kilometer können auch an Daniel Köntopf geliefert werden. Per Mail: daniel.koentopf@wolfhagen.de. Per Post an die Stadtverwaltung Wolfhagen, Abt. Sportentwicklung, Burgstraße 33 - 35, 34466 Wolfhagen oder telefonisch unter 0174/2783162.

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