Feuerwehr verhindert mit Sperren größeren Schaden

Wolfhagen: Einsatz wegen Heizöl im Mühlenwasser

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Im Boot unterwegs: Patrick Vogel von der Wolfhager Feuerwehr reinigte mit einem Besen die Ränder des Mühlenwassers. Als Arbeitsbühne diente ihm das Boot, das eigentlich für Einsätze auf zugefrorenen Teichen beim Retten eingebrochener Menschen gedacht ist. 

Wegen eines Lecks in einer Heizöllagerstätte in einem Haus an der Schützeberger Straße in Wolfhagen war die Wolfhager Feuerwehr am Donnerstag und Freitag stundenlang im Einsatz.

Das Öl war aus dem Haus nahe der Eisenbahnbrücke in das Mühlwasser gelangt.

Am Wehr in Höhe der Wolfhager Kläranlage installierten die Einsatzkräfte bereits am Donnerstag Ölsperren und pumpten die rote, auf dem Wasser schwimmende Schicht ab. Am Donnerstag waren die Wolfhager Feuerwehrleute von 12 bis 17 Uhr im Einsatz, dabei, so Stadtbrandinspektor Frank Brunst, seien gut 500 Liter aufgefangen und in einen mobilen Tank gepumpt worden.

Am Freitag dann wurde die Wehr erneut in gleicher Sache alarmiert. Aus der selben Heizungsanlage an der Schützeberger Straße, so Brunst, war erneut Öl in das Mühlenwasser gelaufen. Wieder wurden auch Polizei und die Untere Wasserbehörde eingeschaltet. Die Behörde des Landkreises habe dann den Weiterbetrieb der Heizungsanlage bis auf Weiteres untersagt.

Für die Feuerwehrleute bedeutete der Einsatz am Freitag – es war der 303. für die Kernstadt-Wehr in diesem Jahr – erneut gut sechs Stunden Arbeit, meist im strömenden Regen. Zunächst wurden die schwimmenden Ölsperren am Wehr und am Zufluss des Dusebachs erneuert. Weitere Sperren wurden bachabwärts im Bereich der Klaranlage ins Mühlenwasser gelegt, um eine Verschmutzung der Erpe zu verhindern.

Mit Besen zogen Feuerwehrleute in Wathosen und auch von einem Schlauchboot aus den Film vom Uferbewuchs ab. Das Öl trieb dann weiter bis vor die Sperren. Dort kam dann die Feuerwehr aus Hofgeismar ins Spiel. Die war mit ihrem Ölsanimat angerückt. Mit dem Gerät wurde die Ölschicht von der Wasseroberfläche abgesaugt und in einen weiteren Tank gepumpt. Die Ausbeute am Freitag schätzte Einsatzleiter Brunst auf gut 700 Liter.

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