Walter-Lübcke-Schule startet Sommercamp mit Lern- und Aktivitätskonzept

Wolfhagen: Ferienspaß in der Gesamtschule

Hellen Halberstadt, Tamara Opfermann, Zoe Norkowski, Vanessa Greif und Laura Borchert nehmen in diesem Jahr gemeinsam am Ferienprogramm ihrer Schule teil.
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Endlich ein Wiedersehen: Die Freundinnen Hellen Halberstadt, Tamara Opfermann, Zoe Norkowski, Vanessa Greif und Laura Borchert nehmen in diesem Jahr gemeinsam am Ferienprogramm ihrer Schule teil.

Schule in den Ferien? Das mag für viele Schüler im Wolfhager Land nach einem Albtraum klingen. An der Walter-Lübcke-Schule ist das jedoch seit Montag anders, denn die frisch umgetaufte Gesamtschule, die noch bis vor wenigen Monaten Wilhelm-Filchner-Schule hieß, bietet ein dreitägiges Sommercamp an, in dem Stoff aus dem vergangenen Schuljahr nachgeholt und aufgefrischt werden kann.

Wolfhagen - „Wir sind wirklich froh, dass die Schüler das Sommercamp so gut angenommen haben“, erklärt Anette Wackerbarth-Peter, Zweigleitung der Förderstufe. Rund 140 Kinder und Jugendliche nehmen an dem Angebot teil. Damit auch alles glatt läuft, sind 22 Betreuer permanent im Einsatz. „Wir beginnen morgens um acht Uhr mit dem ersten Unterrichtsblock, dann gibt es um 9.20 Uhr Frühstück, da werden die Kinder in Gruppen aufgeteilt, um den Hygieneregeln gerecht zu werden“, so Wackerbarth-Peter.

An das Frühstück, das vom Kultusministerium vorgeschrieben wird, schließt sich bis 11.20 Uhr eine Aktivitätsphase an, bevor es wieder mit dem Unterricht weitergeht. „Die Kinder können sich dann richtig schön austoben, dafür haben wir Spielsachen für den Hof und auch das Fußballfeld kann unter Aufsicht eines Betreuers genutzt werden“, erklärt Wolfgang Kalb, der für das Ganztagsbüro zuständig ist.

Schule stellt Busaufsicht

Damit die Kinder um dreizehn Uhr auch sicher wieder nach Hause kommen, stellt die Schule eine Busaufsicht, die die Kinder bis zum Linienbus begleitet. „Viele Kinder werden auch von den Eltern mit dem Auto gebracht“, so Wackerbarth-Peter. Die vielen Anmeldungen erklären sich die beiden Organisatoren mit dem Wunsch der Eltern, ihre Kinder wieder langsam an den „Schulmodus“ gewöhnen zu wollen. Von einer Grundschulgruppe bis zur Klasse 9 sind alle Altersgruppen vertreten.

„Wir teilen die Kinder in die verschiedenen Zweige auf, insgesamt sind es elf Gruppen mit maximal 15 Schülern, die auch durchgehend zusammen bleiben.“, so die Zweigleiterin. Ziel des Angebots sei es, Stoff aus dem vergangenen zweiten Halbjahr aufzuholen, der durch die Corona-Pandemie zu kurz kam. Unterstützung gibt es in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathe.

Stoff kann auf Bedürfnisse der Schüler angepasst werden

„Der Stoff kann ganz individuell an die Bedürfnisse der Schüler angepasst werden, es gibt keinen vorgeschriebenen Plan für die Betreuerteams, die jeweils aus einer Lehrkraft und einem Schüler oder Student bestehen“, so Wackerbarth-Peter. Eine Abwechslung zum Ferienalltag genießen fünf Schülerinnen ganz besonders: Vanessa Greif, Tamara Opfermann, Laura Borchert, Hellen Halberstadt und Zoe Norkowski sind Freundinnen und nehmen gemeinsam am Sommercamp teil.

„Ich bin froh meine Freunde wiederzusehen und gleichzeitig noch Stoff nachholen zu können“, erzählt Vanessa. Auch Tamara ist mit dem Programm des Sommercamps zufrieden: Man hat die Chance manches aufzuholen, was man im vergangenen Jahr eben noch nicht so verstanden hat und es gibt eine sehr lange Pause.

Es fühlt sich nicht an wie Schule.“ Da die Freundinnen aus verschiedenen Dörfern kommen, sei es schwer sich zu treffen, weil nicht immer alle gefahren werden können. Daher freut es Laura und Hellen besonders, durch das Angebot auf das Schwimmbad mit langen Wartelisten verzichten zu können und trotzdem ihre Freunde wiederzusehen.

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