Kampf gegen drohende Schließung

Schon 2000 Unterschriften: Förderverein Kreisklinik Wolfhagen kämpft für Erhalt

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Kämpfen für den Standort Wolfhagen: Heiko Weiershäuser vom Förderverein Kreisklinik Wolfhagen freut sich über die Unterschriften von Regina Masmeier (links) und Erika Steinacker.

Reaktionen auf die Unterschriftenaktion, mit der ein Zeichen für den Erhalt des Krankenhauses Wolfhagen gesetzt werden soll, begeistern die Mitglieder des Fördervereins Kreisklinik.

„Wir sind einfach überwältigt“, sagt Klaudia Kälber. Sie ist eine von drei Vorsitzenden des Vereins.

„Bei mir gehen mittlerweile täglich volle Listen ein“, sagt Vorstandsmitglied Heiko Weiershäuser, der die Blätter mit den Unterschriften sammelt.

Allein am Samstag hätten freiwillige Unterstützer von sich aus fast 1.000 Unterschriften vor dem Herkules-Markt in Wolfhagen gesammelt.

Während der ersten Woche hätten insgesamt über 2.000 Menschen bewegt werden können, sich mit ihrem Namen für den Erhalt der Klinik einzusetzen.

Drei verschiedene Meinungsbilder 

Aus den Gesprächen mit den Bürgern, so Weiershäuser, habe er drei verschiedene Meinungen analysieren können. Die eine Gruppe von Menschen habe sofort unterschrieben. Eine andere Gruppe sei der Auffassung, es sei schon alles entschieden und man könne nichts mehr ändern.

Das Urteil des Landgerichts jedoch beweise genau das Gegenteil, sagt Vorsitzender Dieter Schrader. Eine dritte Gruppe meint, mit dem Urteil sei das Problem gelöst und die Schließung vom Tisch. „Auch dem ist nicht so. wir müssen weiterkämpfen“, sagt Schrader.

Erfreut sind die Mitglieder des Fördervereins, dass die meisten Wolfhager Geschäfte die Unterschriftenaktion unterstützen.

Apotheken, Arztpraxen, Eisdiele, Tankstellen, Banken, Sportvereine, Fitnessstudios, Einzelhandel und Restaurants seien beteiligt. In diesen Tagen kämen die Ortsvorsteher und Kindergärten hinzu. Zudem soll Kontakt zur Schule aufgenommen werden. Diese riesige Solidarität sollte für den GNH-Vorstandsvorsitzenden Dr. Michael Knapp ein deutliches Zeichen sein, wertet Wolfgang Hanske, ebenfalls Vorsitzender des Fördervereins.

Alle zusammen gegen die Schließung

„Herr Dr. Knapp sollte als Wolfhager Junge nochmal in sich gehen und gemeinsam mit uns und dem Landrat ernsthaft nach Alternativen suchen“, fordert der Pfarrer aus Istha. Ob nun Möglichkeiten einer Spezialisierung der Klinik oder Aktionen gegen den Wegfall des Sicherungszuschlages – „wir stehen für alle ernsthaften Bemühungen zur Sicherung unserer Klinik zur Verfügung“.

Dass der Verein auch etwas erreichen könne, zeigten die 300 000 Euro, die er bei der Geburtshilfe-Schließung bei Stadt und Kreis binnen weniger Wochen habe „flüssig machen“ können.

Der Förderverein hofft auf Gespräche auf Augenhöhe.

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