Gute Entwicklung

Wolfhagen glänzt in der Krise: Im Arbeitsagenturbezirk Kassel hat der Altkreis am wenigsten Arbeitslosen

Im Arbeitsagenturbezirk Kassel hat der Altkreis am wenigsten Arbeitslosen
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Im Arbeitsagenturbezirk Kassel hat der Altkreis am wenigsten Arbeitslosen.

Trotz hoher Infektionszahlen, Lockdown und Krisenmodus überrascht der aktuelle Arbeitsmarkt mit erstaunlich guten Zahlen. Es gibt deutlich weniger Arbeitslose im November.

Wolfhager Land - Aktuell sind 17 034 Jobsuchende in Stadt Kassel, Landkreis Kassel und Werra-Meißner-Kreis registriert. Das sind 769 weniger als im Oktober, aber 3081 mehr als im November 2019. Die Arbeitslosenquote sinkt binnen Monatsfrist um 0,3 Punkte auf jetzt insgesamt 5,9 Prozent. Vor einem Jahr waren es 4,8 Prozent. Wolfhagen schafft es im November wieder an die Spitze: Mit einer Quote von 4,2 Prozent hat der Geschäftsstellenbezirk die niedrigsten Arbeitslosenzahlen im gesamten Arbeitsmarktbezirk Kassel.

Die Arbeitslosigkeit hat sich im Wolfhager Land von Oktober auf November um 13 auf 906 Personen verringert. Das waren 155 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen, die jetzt bei 4,2 Prozent liegt, betrug im Vorjahresmonat 3,5 Prozent.

Es meldeten sich 182 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, zehn weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 201 Personen ihre Arbeitslosigkeit (plus 5). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 2110 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 374 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; demgegenüber stehen 1964 Abmeldungen von Arbeitslosen. Der Bestand an Arbeitsstellen ist im November im Wolfhager Land um neun Stellen auf 189 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 20 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im November 149 neue Arbeitsstellen, 84 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar wurden 770 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 200.

„Der regionale Arbeitsmarkt stemmt sich weiter erfolgreich gegen die Krise“, zieht Agenturchef Detlef Hesse eine zufriedene Bilanz. „Wir haben in allen Personengruppen ein Minus an Arbeitslosen gegenüber Oktober, vorneweg Jugendliche und junge Erwachsene. Ein Rückgang, der deutlicher ausfalle als in den Vorjahren. „Besonders erfreulich ist aber, dass sich nicht nur weniger Menschen als im Vormonat und Vorjahresmonat arbeitslos gemeldet haben, sondern auch die Vermittlung in Erwerbstätigkeit über den letzten Vorjahreswerten eines Novembers liegt. Gegenüber 2019 haben wir immerhin ein Plus von 22,8 Prozent oder 264 Integrationen.“

„Vor Optimismus müssen wir dennoch warnen“, bremst der Arbeitsmarktexperte zu positive Erwartungen. Denn die Arbeitslosigkeit sei binnen Jahresfrist um 22 Prozent, die Langzeitarbeitslosigkeit sogar um fast 110 Prozent gestiegen. „Damit setzt sich der Trend der letzten Monate fort und belegt eindrücklich, dass die Krise ihre Spuren hinterlässt, auch wenn das Kurzarbeitergeld bislang Schlimmeres abgefedert hat,“ so Hesse abschließend. (Bea Ricken)

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