Platz fürs neue Wohnen

Wohnprojekt für mehrere Generationen am Fuße des Gotzen-Bergs: Gruppe sucht Gleichgesinnte

+
Hier, am Fuß des Gotzenbergs, ganz in der Nähe des Naturschutzgebietes Glockenborn, wollen sie auf einem 7000 Quadratmeter großen Grundstück ihren Traum vom gemeinschaftlichen Leben verwirklichen: (Vorn von links) Sabine Weyand, Marion Vollbracht und Eva Schwarz. Dahinter von links Wolfgang Vater, Elke Koch to Krax, Elke Müldner und Friedrich Vollbracht.

Wolfhagen. Wenn „die Glockenborner“, wie sich die sieben Wolfhager aus der Kernstadt und Stadtteilen nennen, auf dem großen, freien Grundstück am Fuße des Gotzenberges stehen, können sie sich ihr Bauvorhaben schon sehr gut vorstellen: ein Wohnkomplex für insgesamt 20 Personen.

Die Pläne stehen bis auf die Gestaltung der einzelnen Wohnungen, hier kann sich jeder künftige Bewohner noch ganz individuell einbringen.

Bis das aber soweit ist, müssen noch mehr Leute her, die sich am Projekt beteiligen wollen, die in einem naturnahen, baubiologisch, energieeffizient und barrierefrei errichteten Gebäude ein gemeinschaftliches Leben führen wollen. Mindestens noch mal fünf Mitstreiter bräuchte es, dann würde man die Genossenschaft „Die Glockenborner – gemeinsam leben“ gründen, sagt Friedrich Vollbracht, der mit seiner Frau Marion zu den Gründern des Projekts gehört. Und als Gruppe von 15 oder 16 Beteiligten könnte man dann das Vorhaben realisieren.

Um weiteren Interessenten der Einstieg in das insgesamt rund drei Millionen Euro teure Projekt zu erleichtern, hat man nun das Finanzierungsmodell überarbeitet. Bislang war man davon ausgegangen, dass künftige Mieter eine Einlage von 1000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche einzahlen und dann auf eine Miete von zwölf Euro je Quadratmeter kommen. Alle Nebenkosten eingeschlossen, wie auch die Nutzung der Gemeinschaftsräume.

Von der starren Regelung hat sich die Gruppe verabschiedet. Den Grund nennt Eva Schwarz: „Es hat eine Reihe von Interessenten gegeben. Die würden aber lieber weniger Miete zahlen und dafür eine höhere Einlage zeichnen.“ Ältere Menschen beispielsweise, die sich mit dem Geld aus ihrem verkauften Eigenheim einbringen und dann eine an die Rente angepasste niedrigere Miete zu zahlen hätten. Und so kann man nun wählen zwischen höherer Einlage mit geringerer Miete und geringerer Einlage mit höherer Mietzahlung. Letztere Variante würde eher einen jüngeren Personenkreis ansprechen.

Jüngere Leute, gerade auch junge Familien, seien als Mitbewohner willkommen, sagt Sabine Weyand: „Wir sind offen für alle Altersschichten.“ Die siebenköpfige Arbeitsgruppe, die das Wohnprojekt antreibt, ist im Alter zwischen 54 und 74 Jahren.

Beim Michaelismarkt am Sonntag, 9. September, in der Wolfhager Altstadt werden die Glockenborner ihr Projekt mit einem Stand vor der Buchhandlung Mander vorstellen und für Fragen zur Verfügung stehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.