Stadtverordnetenversammlung

Haushalt 2019: Wolfhager sollen mehr zahlen

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Höhere Kosten in Wolfhagen: Die Stadtverordneten beschäftigen sich am Donnerstag mit einer Erhöhung der Grundsteuern und der Abwassergebühren.

Wolfhagen. Die Wolfhager Stadtverordneten beraten und verabschieden gegebenenfalls am Donnerstag den Haushalt 2019. Wolfhager sollen stärker zur Kasse gebeten werden.

Wenn die Wolfhager Stadtverordneten am Donnerstag den Haushalt 2019 beraten und gegebenenfalls auch verabschieden, liegt ihnen ein Entwurf des Zahlenwerks vor, der mit einem Überschuss von gut 600.000 Euro abschließt. Um das trotz steigender Ausgaben zu schaffen, sollen die Wolfhager stärker zur Kasse gebeten werden.

In einer Pressemitteilung weist der Magistrat darauf hin, dass unter anderem die gestiegene Kreis- und Schulumlage sowie die Tilgung der Hessenkasse, die allein jährlich mit rund 330.000 Euro zu Buche schlage, die städtischen Finanzen belasten.

Um dies aufzufangen, soll die Grundsteuer erhöht werden. Im Etat-Entwurf ist eine Anhebung sowohl der Grundsteuer A, als auch der Grundsteuer B von 420 auf 550 vorgesehen. Der durchschnittliche Hebesatz im Landkreis Kassel lag zuletzt bei 476 Prozentpunkten.

Zu den Spitzenreitern zählt nach einer kräftigen Erhöhung Anfang des Monats die Gemeinde Bad Emstal. Sie hat beide Hebesätze auf 950 Prozentpunkte angehoben. Die Grundsteuer A betrifft land- und forstwirtschaftliche Flächen, die Grundsteuer B bebaute Grundstücke.

Abwassergebühren sollen steigen

Aber auch beim Abwasser soll nachjustiert werden. Beim Schmutzwasser sieht der Haushaltsentwurf eine Erhöhung von bisher 2,58 Euro auf 3,28 Euro je Kubikmeter vor und beim Niederschlagswasser eine Anhebung von bislang 91 Cent je Quadratmeter versiegelte Fläche auf 93 Cent je Quadratmeter.

Bürgermeister Reinhard Schaake verweist darauf, dass „das derzeitige Leistungsspektrum der Stadt, auch und speziell die sogenannten freiwilligen Leistungen“, beibehalten werden sollen.

„Die vergleichsweise hohen Standards in der Kita-Betreuung“, so der Verwaltungschef weiter, wolle der Magistrat „trotz eines Defizits in diesem Bereich von rund 2,5 Millionen Euro nicht antasten, eine zeitgemäße Jugendarbeit sowie kulturelle Vielfalt weiterhin ermöglichen“. Die Alternative zu den Erhöhungen wäre „ein deutlicher Leistungsabbau“ gewesen.

Haushalt enthält größere Investitionen

Der Haushaltsentwurf sehe auch größere Investitionen vor. Schaake nennt unter anderem den Ausbau der Molkereistraße in Bründersen, die Erschließung des Baugebiets an der Kurfürstenstraße und den Ausbau der Gehwege an der Wolfhager Straße in Viesebeck. Außerdem werde mit dem Startschuss für den Bau des Feuerwehrstützpunktes in der Kernstadt „ein lange vorbereitetes Großprojekt in die Realisierungsphase eintreten“.

Und letztlich könne man auch noch Schulden in einer Größenordnung von einer Mio. Euro abbauen. Dies sei Grundstücksverkäufen im Hiddeser Feld zu verdanken.

Die öffentliche Sitzung des Stadtparlamentes beginnt am Donnerstag, 21. März, um 19.30 Uhr in der Stadthalle. Dabei geht es auch um den Betrieb des Schwimmbades Niederelsungen durch den Förderverein.

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