Wolfhagen honoriert Mandatsträger am üppigsten: Große Unterschiede im Altkreis

Wolfhager Land. In keiner anderen Kommune des Wolfhager Landes werden ehrenamtliche Mandatsträger so üppig für ihr politisches Engagement entschädigt wie in Wolfhagen.

Mit einem Ansatz von 132.500 Euro im Haushalt 2016 liegt die Stadt weit vor den übrigen Gemeinden im Altkreis. Zierenberg folgt mit 19.200 Euro vor Habichtswald (15.000 Euro), Naumburg (13.000 Euro) und Breuna (10.000 Euro). Schlusslicht ist die Schutzschirmgemeinde Bad Emstal mit 6300 Euro.

Wie und in welcher Höhe eine Kommune den Ehrenamtlichen ihr Engagement honoriert, ist in der Entschädigungssatzung festgeschrieben. Dazu hat der Hessische Städte- und Gemeindebund eine Mustersatzung zur Verfügung gestellt - ohne Entgeltbeträge zu nennen. Die Gestaltung im Detail bleibt jeder Kommune überlassen. Abgesegnet wird sie vom Parlament.

Während die kleineren Kommunen des Wolfhager Landes ihre Satzungen knapp gehalten haben, ist man in Wolfhagen ins Detail gegangen und spendiert unterm Strich vergleichsweise großzügig. Spitzensätze mit einer Pauschale von 155 Euro pro Monat erhalten der Stadtverordnetenvorsteher, der Erste Stadtrat und die Fraktionsvorsitzenden, weitere Stadträte erhalten monatlich pauschal 130 Euro. Sie und die Mandatsträger beziehen für die Teilnahme an Sitzungen der städtischen Gremien 15 Euro je Sitzung, das zahlt auch Breuna, die anderen liegen hier deutlich drunter. Für Mitglieder der Fraktionen und Stadträte gibt es in Wolfhagen zusätzlich eine Pauschale in Höhe von 80 Euro pro Jahr. Pauschal wird auch an die Ortsvorsteher überwiesen, für den Ippinghäuser mit 459 Euro pro Monat am meisten.

Auch hier sind die übrigen Kommunen des Wolfhager Landes deutlich bescheidener. Die Ortsvorsteher der Naumburger Stadtteile Elbenberg und Altenstädt beispielsweise erhalten eine Jahrespauschale in Höhe von 300 Euro.

Für alle Ehrenamtlichen gilt, dass Verdienstausfall und Kilometergeld erstattet wird.

Rubriklistenbild: © Archivfoto: Wolf/nh

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