Wolfhager Filchner-Schule 

Amerika ist das Ziel der Roboter-Bauer: Schüler aus Wolfhagen wollen zum Wettbewerb 

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Begeistern sich für Unterwasserrobotik: Zur Arbeitsgemeinschaft, die als „G-Karere“ firmiert, gehören Alexander Schadt-Mertz, Max Richter, Max Vogel, Robin Fiedler, Lukas Belai, Felix Guldan, Moritz Rumpf, Matthias Neubauer und Jannis Küstner (Mitte). Im Hintergrund Mathe-Lehrer und Mentor Carsten Müller.

Neun Schüler aus Wolfhagen bauen einen Unterwasserroboter. Der Wettbewerb dafür findet im Sommer in Pennsylvania statt.

Dafür legen sie sich als Arbeitsgemeinschaft (AG) an der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule, aber auch in ihrer Freizeit mächtig ins Zeug.

Das junge Team, das von den beiden Lehrer Carsten Müller und Simon Eckhardt als Mentoren unterstützt wird, hat ein Vorbild: Die AG des Jahrgangs 2018, die seinerzeit mit ihrem Roboter die Qualifikation schaffte und am Wettbewerb, der in Seattle ausgetragen wurde, teilnehmen konnte. 

In diesem Jahr findet die Weltmeisterschaft der Schüler, bei der maritime Technologie im Mittelpunkt steht, in Villanova im Bundesstaat Pennsylvania statt.

Unterwasser-Roboter mit Antriebstechnik 

Das Gerät, das die Wolfhager Schüler dort präsentieren wollen, sieht schon recht vielversprechend aus. Es ist ein Unterwasser-Roboter mit ausgeklügelter Antriebstechnik. Die neun Oberstufenschüler im Alter zwischen 16 und 18 Jahren zeichnen komplett für Entwurf, Montage und Programmierung verantwortlich. 

Noch ist aber einiges zu tun: Ein Greifarm muss installiert werden, „und wir müssen noch einen kleinen Roboter bauen, der vom großen losfährt“, sagt Jannis Küstner. Der 18-jährige Naumburger war als einziger der aktuellen Robotik-Truppe bereits vor zwei Jahren in Seattle dabei und steht der firmengleich strukturierten Arbeitsgemeinschaft als CEO vor.

Bewerbung per Video 

Bewerben müssen sich die jungen Wolfhager Entwickler per Video, da es im europäischen Umfeld kaum Konkurrenz für eine direkte Ausscheidung gibt. 

Wenn der Roboter fertig ist, werden sie wohl in den Osterferien im Wolfhager Freibad den Film drehen, der zeigt, wie ihre Entwicklung die einzelnen Aufgaben für die Qualifikation abarbeitet.

Zentrales Thema des Wettbewerbes ist die Umwelt 

Zentrales Thema: Umwelt. Der Unterwasserroboter soll in der Lage sein, einen Beitrag zum Retten von Korallenriffen, zum Eindämmen der Plastikverschmutzung in den Meeren und der Sicherung der Wasserqualität zu leisten. 

Ist der Film im Kasten, wird die Bewerbung, zu der das Video und diverse Beschreibungstexte gehören, in die USA geschickt. „Mitte Mai wissen wir Bescheid, ob wir in der Endrunde sind“, sagt Küstner. Bis dahin werden sich die Mitglieder der AG weiter zweimal zwei Stunden pro Woche in ihrem von der Schule zur Verfügung gestellten Raum treffen, in ihrer Werkstatt die Freistunden verbringen und auch zuhause Zeit für das große Ziel investieren – die Teilnahme am Wettbewerb vom 23. bis 27. Juni in den USA.

Finanzierung des Projektes durch Sponsoren 

Finanziert wurde der Roboter, in dem Bauteile für gut 1500 Euro stecken, von Sponsoren: den Stadtwerken Wolfhagen, der Kasseler Sparkasse und der Firma WS Informatik aus Wolfhagen.

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