120.000 Tonnen Streusalz gebunkert

Weniger Salz schont die Umwelt: Winterdienstsaison hat begonnen

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 Winterdienst

Der Winter kann kommen: 120.000 Tonnen Streusalz haben die 60 hessischen Straßenmeistereien gebunkert.

„Wir haben das Wetter im Blick und setzen auf rechtzeitiges Streuen“, sagt Tobias Klippert, Leiter der Wolfhager Straßenmeisterei. Dabei gelte der Grundsatz: Gestreut werde so viel wie nötig und so wenig wie möglich.

Um den Salzverbrauch so gering wie möglich zu halten, setzt Hessen Mobil auf computergesteuerte Streutechnik sowie auf Feuchtsalz. Das verteile sich gleichmäßig, hafte gut und erziele schon in kleinen Mengen große Tauwirkung – und das bei Temperaturen bis minus 15 Grad, erklärt Klippert. 

Wenige Gramm pro Quadratmeter reichen

Mit der eingesetzten Technik würden teilweise schon fünf Gramm Salz pro Quadratmeter reichen. Das ist gerade einmal so viel, wie auf einen Teelöffel passt.

Die ersten Ladungen Streusalz haben die Straßenwärter aus Wolfhagen schon ausgebracht, sagt Klippert. Seine Mitarbeiter stehen mit sechs Fahrzeugen bereit, um die Straßen auch bei Schnee und Glätte befahrbar zu halten. Mehrmals am Tag fahren sie bei Bedarf raus. Das erste Mal bereits um 2.15 Uhr, damit die Straßen zum Start des morgendlichen Berufsverkehrs möglichst von Schnee und Eis befreit sind.

Vernetzung mit Deutschem Wetterdienst

Mehrere Glättemeldeanlagen, die mit dem Deutschen Wetterdienst vernetzt sind, helfen bei der Erstellung der Prognosen. „Aber natürlich kann es trotzdem auch Überraschungen geben“, sagt Klippert. Daher machen die Mitarbeiter regelmäßig Kontrollfahrten und überprüfen, ob ein Einsatz nötig ist. Für 300 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen ist die Straßenmeisterei im Wolfhager Land zuständig.

Im vergangenen Jahr lag der Streumittelverbrauch im normalen Bereich. Wie es in diesem Winter aussieht, ist kaum vorherzusagen, sagt Klippert. „Jeder Winter hat seinen eigenen Charakter und fordert uns neu heraus.“ 

Genug Salz sei aber in jedem Fall vorhanden, da Hessen Mobil große Salzhallen gebaut habe, auf die man bei einem sehr strengen Winter zurückgreifen könne.

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