Stadt und Privatleute haben inzwischen sechs künstliche Horste aufgestellt

Wolfhagen wird Storchenland

Nach dem Winter endlich wieder glücklich vereint: Hänsel und Gretel bereiten derzeit im Glockenborn bei Wolfhagen ihre Kinderstube vor.
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Nach dem Winter endlich wieder glücklich vereint: Hänsel und Gretel bereiten derzeit im Glockenborn bei Wolfhagen ihre Kinderstube vor.

Wolfhagen wird zum Storchenland: Nachdem bereits die Stadt in den vergangenen Jahren drei künstliche Horste im Glockenborn, bei Wenigenhasungen und bei Istha aufgestellt hatte, beteiligen sich jetzt auch Privatleute am Naturschutzprojekt. So hat ein Niederelsunger an der Dase einen Horst aufgestellt und seit Kurzem können auch neben der Kalkhofsmühle bei Wolfhagen und in der Vorstadt neue Storchenwohnungen bezogen werden.

Wolfhagen - Der verstorbene Eigentümer der Kalkhofsmühle, Wilhelm Wagner, hatte zu Lebzeiten große Freude an der Vogelwelt neben seinem Hof. Dort gibt es mehrere Wasserstellen und Wiesen, auf denen er neben Wasservögeln auch immer wieder die futtersuchenden Störche vom Glockenborn beobachtete.

Nach seinem Tod bat der Sohn, Klaus Wagner, alle Trauergäste um eine Geldspende für das Storchenprojekt. „Anstatt Blumen und Geldgeschenken erbitten wir im Sinne des Verstorbenen eine Spende für den Erhalt der Lebensräume der Storchenfamilien im Wolfhager Land“, stand in der Todesanzeige.

Dies kam so gut an, dass das gespendete Geld nicht nur für einen Horst reichte, sondern auch ein zweiter jetzt in Zusammenarbeit mit der Stadt Wolfhagen in der Vorstadt aufgestellt werden konnte.

„Damit haben wir jetzt sechs Brutmöglichkeiten für Störche in Wolfhagen und den Stadtteilen“, freut sich der für Naturschutzfragen zuständige Stephan Schmidt von der Stadt Wolfhagen. Dass in diesem Jahr schon alle Horste genutzt werden, ist allerdings unwahrscheinlich. Für die kommenden Jahre habe man jetzt aber genug Möglichkeiten für suchende Paare geschaffen, die immer wieder im Wolfhager Land auftauchten, so Schmidt.

Aktuell sind die Horste in Wenigenhasungen und im Glockenborn belegt. In beiden richten die Storchenpaare der vergangenen Jahre ihre Kinderstube ein.

Hänsel und Gretel vom Glockenborn sind bereits im sechsten Jahr da. Seit 2016 ziehen sie ihre Jungen unermüdlich dort auf. Und das, obwohl beide jedes Jahr eine beschwerliche und gefährliche Reise Richtung Süden und wieder zurück absolvieren müssen.

Von Bea Ricken

Mit Spenden hat Klaus Wagner an der Kalkhofsmühle gemeinsam mit der Stadt Wolfhagen einen Storchenhorst errichtet.

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