Großputz fürs Fischen

Wolfhager Bürger-Angel-Sport-Verein wurde vor 50 Jahren gegründet

Mussten erst mal die Teiche aufräumen: Mitglieder des Bürger-Angel-Sportverein Wolfhagen bei der Vereinsgründung im Jahr 1971.
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Mussten erst mal die Teiche aufräumen: Mitglieder des Bürger-Angel-Sportverein Wolfhagen bei der Vereinsgründung im Jahr 1971.

Als Angelverein ohne Angelmöglichkeit startete der Wolfhager Bürger-Angel-Sport-Verein in seine mittlerweile 50-jährige Geschichte.

Wolfhagen – Er wurde im Juli 1971 aus der Not gegründet, denn zu der Zeit gab es bereits einen Angelverein in Wolfhagen. Dieser konnte aber nur eine gewisse Zahl an Mitgliedern aufnehmen, daher entschieden sich Horst Ruth und Josef Gollberg mit fünf weiteren Mitstreitern einen zweiten Verein zu gründen.

Nach der Gründung ging es aufwärts mit den Mitgliedern, aber geangelt werden konnte zu Beginn noch nicht. Die Teiche, die der Verein von der Stadt gepachtet hatte, waren in einem solch desolaten Zustand, dass an Angeln nicht zu denken war. In mühevoller Arbeit begann der neu gegründete Verein mit dem Aufräumen und der Reinigung der Gewässer, damit die Angeln ausgeworfen werden konnten.

Seit der Gründung habe sich der Verein gewandelt, so die beiden Gründungsmitglieder, die beide als einzige noch seit 50 Jahren im Verein sind. Er sei moderner geworden, denn „man muss mit der Zeit gehen“, so Horst Ruth. Die Digitalisierung hätte auch bei ihnen Einzug gehalten erklärt er weiter. Früher hätte man die Einladungen zu Veranstaltungen noch persönlich ausgeteilt – heute ginge alles viel schneller mit dem Handy. Aber mit der Zeit sei das verantwortlich sein im Verein schwerer geworden, denn es kämen immer neue Gesetze und Verordnungen hinzu, die auch das unbeschwerte Angeln behinderten.

Wurden jetzt für 50-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt: die Gründungsmitglieder Josef Gollberg (links) und Horst Ruth an den Teichen Rattenfalle.

Was aber über die Jahre gleich geblieben ist, ist die „Aufnahmeprüfung“, nur wer diese besteht, kann Mitglied im Verein werden. Es handelt sich hierbei um einen Lehrgang, der seit 1982 mindestens einmal im Jahr stattgefunden hat. Corona machte erstmalig im vergangenen Jahr einen Strich durch die Rechnung.

Besonders sind beiden die jährlich stattfindenden Ostseefahrten in Erinnerung geblieben, die, wie sie sagen, den Zusammenhalt stärkten und das Gemeinschaftsgefühl hochleben ließen. Diese Fahrten wurden nicht nur von den Vereinsmitgliedern gut angenommen, sondern erfreuten sich auch großem Zuspruch von Anglern, die nicht im Verein waren.

Seit einiger Zeit zeichne sich aber ein Rückgang der Aktivität der Mitglieder ab. Denn so wie der neue und derzeitige Vorstandsvorsitzende Ralph Wiegand mitteilt, wollen viele zwar im Verein sein, aber nicht bei den regelmäßigen Arbeitseinsätzen mithelfen.

Dies sei sehr schade, betont Gründungsmitglied Horst Ruth, denn früher wären auch die Familien mit zu den Aktionen des Vereins gekommen. Heute hingegen nehme die Bereitschaft stetig ab. Somit hätten schon einige vereinsinterne Veranstaltungen abgesagt werden müssen, weil die Resonanz zu gering gewesen wäre.

Mit der Erinnerung an die alten Tage begehen Horst Ruth und Josef Gollberg den 50. Vereinsgeburtstag und hoffen, dass ihr Verein von der jüngeren Generation noch lange weitergeführt wird. (Johannes Siebert)

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