Wolfhager Fahrradbörse: Ansturm der Schnäppchenjäger

Strahlendes Gesicht: Enrico aus Wolfhagen bekam von Papa Axel Sartor für 95 Euro sein Wunsch-Mountainbike gekauft, das neuwertig über 250 Euro kostet.

Der Andrang war enorm, das Angebot schnell bis auf Restbestände verkauft: Die Fahrradbörse von MSC und Grundschulförderverein war ein voller Erfolg.

Wolfhagen. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Dieser Spruch mag so manchem der gut 500 Besucher der am Samstag gemeinsam vom Förderverein der Wolfhager Grundschule und dem Motorsportclub (MSC) Wolfhagen inzwischen zum neunten Mal veranstalteten Fahrradbörse durch den Kopf gegangen sein.

Offiziell eröffnet wurde die Schnäppchenjagd in den Räumen des Wolfhager Autohauses Güde am Samstagnachmittag um 13 Uhr, gut eine Viertelstunde später hatte der größte Teil der zum Verkauf angebotenen Objekte bereits einen Käufer gefunden.

Fördervereinsvorsitzender Heiko Ruzicka und MSC-Vorstandsmitglied Andreas Herpers waren perplex. Ruzicka: „Mit einer solchen Rekord-Publikumsresonanz haben wir nicht in den kühnsten Träumen gerechnet.“ Aus ganz Nordhessen und dem benachbarten Ostwestfalen und Südniedersachsen waren die Kaufinteressenten gekommen, um ein Schnäppchen zu machen.

Rund 200 Objekte, überwiegend gut erhaltene Fahrräder für alle Altersklassen, aber auch Bobbycars, Kinderdreiräder, Skateboardbretter, Inliner und jede Menge Zubehör vom Helm bis zu Ersatztteilen waren im Angebot.

Glück hatte der elfjährige Wolfhager Enrico, der mit Papa Axel Sartor gekommen war und sein Wunsch-Mountainbike für 95 Euro mitnehmen konnte. Axel Sartor: „Fabrikneu hätte ich für dieses Rad rund 250 Euro auf den Tisch blättern müssen.“

Auch der ein Jahr jüngere Tillmann Wagner aus Zierenberg war mit seinen Eltern nicht umsonst angereist. Denn für zehn Euro erfüllte sich sein lang gehegter Traum von einem Skateboard.

„Mit einer solchen Rekord-Publikumsresonanz haben wir nicht in den kühnsten Träumen gerechnet.“

Alle zum Verkauf angebotenen Artikel waren vorher von MSC-Mitgliedern noch einmal durchgecheckt und auf ihre Verkehrssicherheit überprüft worden. Natürlich konnte jeder vor seiner Kaufentscheidung eine Probefahrt absolvieren.

Gerecht geteilt 

Die Verkäufer mussten ein oder zwei Euro Standgeld bezahlen und zehn Prozent des von ihnen festgelegten Verkaufspreises, der aber auch noch verhandelbar war, an die beiden Veranstalter entrichten. Der dabei erzielte Erlös und auch die Einnahmen durch den Kuchen-, Essen- und Getränkeverkauf wurde zwischen dem Förderverein Grundschule und dem Motorsportclub Wolfhagen gerecht geteilt.

Der Förderverein finanziert damit außerschulische Projekte, die nicht vom Schulträger abgedeckt werden. Unter anderem auch Fortbildungsmaßnahmen der Lehrer. Die Motorsportler investieren ihre Einnahme in die Fort- und Ausbildung ihres Kart-Nachwuchses.

Von Reinhard Michl

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