Wolfhager Firma setzt auf Experten aus dem Ausland

Setzt auf gut ausgebildete Spezialisten: Niyazi Karahan (2. von rechts), Geschäftsführer von Maschinenbau Werner. Muhammad Omar Farooq, Li Yi und Shakeel Ahmad (von links) haben vor wenigen Tagen als PC-Programmierer und SPS-Programmierer in dem Wolfhager Unternehmen einen Job gefunden. Foto:  Thon

Wolfhagen. Die Firma Werner Maschinenbau erweitert ihre Belegschaft um Mitarbeiter mit Migrationshintergrund.

Auf dem regionalen Arbeitsmarkt wurde Niyazi Karahan bei seiner Suche nach Programmierern nicht fündig. Dann dehnte der Geschäftsführer der Werner Maschinenbau GmbH seine Suche auf Online-Jobbörsen aus und hatte Erfolg. Mehr als 20 Bewerbungen landeten auf seinem Tisch, der weitaus größte Teil von Menschen mit ausländischen Wurzeln.

Fünf PC- und SPS-Programmierer hat Karahan eingestellt - drei Pakistani, eine Chinesin und einen Tschechen. Drei von ihnen haben ihren Job bereits angetreten, die beiden anderen werden in den kommenden Wochen folgen. „Ich gebe ihnen gerne eine Chance“, sagt Karahan, der selbst einen Migrationshintergrund hat und annimmt, dass es die Programmierer trotz sehr guter Qualifikation auf Grund ihrer Herkunft schwerer haben, eine Anstellung zu finden.

Sehr gute Qualifikation 

Studiert haben die Chinesin Li Yi und ihre beiden pakistanischen Kollegen Muhammad Omar Farooq und Shakeel Ahmad Informatik an deutschen Universitäten. Ahmad hat sogar promoviert. Bei Werner Maschinenbau, der Anlagen für die Automobilindustrie herstellt, mit denen die Fahrgestellnummern auf das Produkt geprägt werden, sind die Experten zuständig für die Programmierung der Maschinen und Computer. Die Anlagen sind Bestandteil der Fertigungsstraßen. Nach ihrer Programmierung werden sie an der Karosserie getestet und übergeben.

Einsätze im Ausland 

Aus dem Aufgabengebiet ergibt sich, dass der Einsatzort der neuen Mitarbeiter nicht nur in Gasterfeld ist. Überall dort, wo Automobilhersteller wie Daimler, VW, Audi und BMW Werke haben, werden sie ihrem Job nachgehen - also in Mexiko, Brasilien, Südafrika, China, Russland und demnächst auch Malaysia.

Aktuell hat Werner Maschinenbau 64 Beschäftigte. Im Jahr 2014 machte die Firma einen Umsatz von acht Millionen Euro. Niyazi Karahan geht davon aus, dass er in den kommenden Monaten weiteres Personal einstellen wird.

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