Mehr Platz zum Lernen

Wolfhager Grundschule zieht um

+
Alte Gebäude mit Perspektive: Die Gebäude der früheren Berufsschule sollen ab 2020 umgebaut werden, im Folgejahr wird hier die Wolfhager Grundschule einziehen. 

Wolfhagen. Auf dieses Signal wartet man an der Wolfhager Grundschule schon lange: In absehbarer Zeit wird es mehr Platz geben.

Dank des Kommunalinvestitionsprogramms „Kip macht Schule“ können die Probleme gelöst werden, allerdings nicht am derzeitigen Standort auf dem Gelände des Schulzentrums Wilhelm-Filchner-Schule an der Ippinghäuser Straße. Nach den Plänen des Landkreises wird die Grundschule in neue Räume auf dem Gelände der ehemaligen Berufsschule, der Herwig-Blankertz-Schule, an der Liemecke umziehen.

Nach Angaben von Landrat Uwe Schmidt benötigt die Grundschule rund 30 Prozent mehr Fläche im Vergleich zum bisherigen Standort. Schmidt: „Grund hierfür sind die steigende Anzahl von Grundschulkindern mit inklusivem Förderbedarf und auch die Zahl der Schüler nichtdeutscher Herkunft, für die spezielle Förderangebote bestehen.“

Zurzeit hat die Grundschule, die im gerade zu Ende gegangenen Schuljahr 325 Kinder besuchten, 21 Unterrichts- und Betreuungsräume. „Wir planen am neuen Standort mit 21 Klassenräumen, sechs Fachräumen, zehn Differenzierungsräumen für die besonderen Bedarfe der Grundschüler sowie fünf Betreuungsräumen“, so Schmidt weiter. Auch bei den weiteren Funktionsräumen werde sich die Situation für die Grundschule am neuen Standort „erheblich verbessern“. So seien weitere Mehrzweckräume und eine Ausgabeküche eingeplant. Das alles hat seinen Preis. Der Kreis geht von Gesamtkosten in Höhe von 6,4 Mio. Euro aus, von denen 5,2 Mio. Euro aus Bundesmitteln und einem kleineren Darlehensbetrag des Landes Hessen finanziert werden, 1,2 Mio. Euro gibt der Landkreis dazu.

Der Zeitplan für das Projekt ist eng gesteckt. „Der Umbau muss bis Ende 2022 abgeschlossen sein“, betont Schmidt. Das gebe das Förderprogramm vor. „Wir streben an, zum Schuljahreswechsel 2021/22 fertig zu werden.“ Der Einweihungstermin steht jedenfalls schon: 30. Juni 2021. Sehr hilfreich sei, dass man in der früheren Berufsschule ohne laufenden Schulbetrieb bauen könne. Und so hat der Leerstand an der Liemecke, der 2008 mit dem Umzug der Herwig-Blankertz-Schule in die Pommernanlage begonnen hat, noch sein Gutes.

Das nicht mehr genutzte Schulgrundstück an der Ippinghäuser Straße soll nach den Planungen des Kreises für die Bedürfnisse der Filchner-Schule und der Förderschule genutzt werden.

Schmidt weiter: „Außerdem können wir uns vorstellen, einen von uns nicht mehr benötigten Teil des Grundstücks für eine andere Nutzung zu verkaufen. Hier sind wir bereits in Gesprächen mit der Stadt und möglichen Interessenten.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.