Straßensperrungen und Schulausfall

Wolfhager Land: Sturm Eberhard sorgt für Verwüstung

+
Dachziegeln gelöst: Am alten Landratsamt war die Wolfhager Feuerwehr mit Drehleiter im Einsatz.

Im Wolfhager Land hinterließ der Sturm mit Orkanböen eine Spur der Verwüstung, Menschen kamen nicht zu Schaden.

Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnten heikle Situationen entschärft werden. So waren im Waldbereich zwischen Breuna und Oberlistingen ein Bus- und ein Lkw-Fahrer durch umstürzende Bäume eingeschlossen. Auch in der Gaststätte Hohes Gras saßen Menschen fest. In beiden Fällen räumten die Feuerwehren unter riskanten Bedingungen die Bäume weg.

In Wenigenhasungen fiel am Montagwegen erheblicher Sturmschäden die Schule aus. Durch die schweren Sturmböen seien Trümmerteile vom Dach über den Schulhof geflogen, berichtet Schulleiterin Pia Jaensch. Eine Gefährdung für die Schüler habe man nicht ausschließen können. Das finanzielle Ausmaß des Schadens steht noch nicht fest. Der Unterricht findet am Dienstag wieder wie gewohnt statt, allerdings werden die Klassen in den unbeschädigten Trakt umziehen.

Betreten des Waldes lebensgefährlich

Wegen umgefallener Bäume mussten viele Straßen gesperrt werden. Am Montag arbeiteten die Straßenmeisterei und Waldbesitzer mit Hochdruck daran, gesperrte Strecken wieder frei zu räumen. Zwischen Breuna und Oberlistingen, zwischen Escheberg und Breuna sowie zwischen Netze und Naumburg herrschte am Montagabend wieder freie Fahrt. Die Straßen zwischen Sand und Breitenbach sowie zwischen Riede und Elbenberg sind noch gesperrt. Gewütet hat das Sturmtief auch in den Wäldern. Mit einem Überblick über das Schadensausmaß rechnet Hessen Forst erst zum Wochenende hin. Viele Wege seien nicht passierbar, ein Betreten des Waldes lebensgefährlich, sagt Theo Arend vom Forstamt Wolfhagen. Aber schon jetzt lasse sich sagen, dass vor allem Fichten traf. Die Feuerwehren hatten zahllose Einsätze. Vorwiegend mussten sie Gefahren durch herunterfallende Ziegeln bannen und Straßen sichern.

Habichtswald

Die Feuerwehren in Habichtswald rückte mit 25 Einsatzkräften zu fünf Einsatzstellen aus. Mitunter seien die Arbeiten recht gefährlich gewesen, sagt Gemeindebrandinspektor Pascal Kumpies. So galt es, die Zufahrt zur Gaststätte am Hohen Gras freizuschneiden, damit dort eingeschlossene Personen das Waldgebiet verlassen konnten. Auch auf der Straße zwischen Ehlen nach Kassel mussten umgestürzte Bäume weggeschafft werden. In Dörnberg war ein Baum gegen ein Haus gekracht, wobei Dachrinne und Ziegel in Mitleidenschaft gezogen wurden. In Ehlen musste im neuen Wohngebiet ein Baugerüst gesichert werden.

Wolfhagen

24 Einsätze hatte die Wolfhager Feuerwehr allein am Sonntag. Vorwiegend kümmerten sie sich um Dachziegeln, die drohten auf die Straße zu fallen, umgestürzte Bäume und Werbeschilder. In der Wolfhager Innenstadt war ein Baum auf ein parkendes Auto gefallen. Auch am Tag nach dem Sturm musste die Feuerwehr ausrücken. Auf dem alten Landratsamt hatten sich Dachziegel gelöst und drohten, hinabzustürzen. Deshalb wurden sie entfernt und die umliegenden Dachziegel kontrolliert.

Breuna

Auf der Landesstraße 3080 von Breuna in Richtung Oberlistingen versperrte ein umgestürzter Baum die Fahrbahn in beide Richtungen. Dabei wurden ein Lkw und ein Bus eingeschlossen. Die Feuerwehr Breuna zersägte den Baum und entließ Lkw- und Busfahrer aus der misslichen Lage. Die Straße wurde danach voll gesperrt, wie Gemeindebrandinspektor Marc Döring mitteilte. Ebenso gesperrt war die Kreisstraße in Richtung Gut Escheberg.

Umgestürzte Bäume blockierten die Landesstraße 3080 zwischen Breuna und Oberlistingen. 

Zierenberg

In Zierenberg räumte die Feuerwehr Verkehrsschilder von der Bundesstraße 251 und sicherte einen Stromverteiler in der Elisabeth-Selbert-Schule. Außerdem kümmerten sich die Zierenberger um die Sperrung der Kreisstraße 88 bei Escheberg.

Bad Emstal

Für Bad Emstal ging der Sturm relativ glimpflich aus. Lediglich die Sander Wehr musste ausrücken, weil Bäume auf Straßen gestürzt waren. Gesperrt waren die Straßen von Balhorn nach Elbenberg, von Riede nach Elbenberg und von Sand nach Breitenbach. Mitunter konnten die Strecken erst am Montag wieder freigegeben werden.

Naumburg

Gut zu tun hatten Wehren der Naumburger Stadtteile. Vor allem umgestürzte Bäume mussten beseitigt und Straßen (Elbenberg – Riede, Naumburg – Netze, Elbenberg – Balhorn) gesperrt werden. Die Einsatzkräfte kontrollierten, ob sich in den Bereichen noch Personen aufhielten. Ferner mussten an der Elbetalschule und im „Taubenloch“ Bäume entfernt werden.

Sturm Eberhard sorgte in der ganzen Region für Schäden. Mehr dazu lesen Sie hier

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.