Wolfhager Regionalmuseum stellt Jahresprogramm vor

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Bereitet eine Ausstellung über den Ersten Weltkrieg vor: Beate Bickel, Leiterin des Regionalmuseums Wolfhager Land. Ein Naumburger hat dem Museum den 100 Jahre alten Soldatenmantel zur Verfügung gestellt.

Wolfhagen. Mehr Vorträge, weniger Ausstellungen - so lässt sich das Programm des Regionalmuseums Wolfhager Land für das neue Jahr zusammenfassen.

Mit einem breiten Spektrum an Themen möchte Museumschefin Beate Bickel wieder viele Gäste für Heimatgeschichte interessieren.

Schon am Dienstag, 10. Februar, wird Metallrestaurator Friedrich Trier von der Museumslandschaft Hessen-Kassel in der Zehntscheune zu Gast sein (siehe Hintergrund) und über die Aufarbeitung alter Metallobjekte referieren. Die Ahle Wurscht wird bei einer Veranstaltung am Dienstag, 24. März (19.30 Uhr), ebenfalls in der Zehntscheune im Mittelpunkt stehen. Heinrich Keim wird alle Geheimnisse um das Lieblingsessen der Nordhessen lüften.

Jede Menge Vorträge, aber auch Musik, Theater und einen Film wird es während einer Hans-Staden-Tagung am 24./25. April im Evangelischen Gemeindezentrum und im Kino geben. Die neusten Erkenntnisse über eine der wichtigsten Persönlichkeiten aus Wolfhagens Geschichte werden vorgestellt.

Neues vom Urhandtier 

Müssen neu gerahmt werden: Säure droht zahlreiche Bilder zu zerstören.

Beim Internationalen Museumstag am Sonntag, 17. Mai, fasst Dr. Jürgen Fichter die aktuellsten Forschungsergebnisse zum Wolfhager Urhandtier zusammen. Gleichzeitig ordnet er den Fossilienfund hinsichtlich seiner Bedeutung für die Wissenschaft ein. Kinder können das Wolfhager Saurierland besuchen, für sie sind allerhand Aktionen geplant. Den weit über 100 Bildern im Museum soll es an den Rahmen gehen. „Alle Bilder müssen entrahmt und ihre Rückseiten ausgetauscht werden“, sagt Beate Bickel. An ihren Rückwänden befänden sich Säuren, die die Bilder angreifen, schon jetzt gäbe es Schäden. Daher müssten Urkunden, Dokumente und Bilder neu gerahmt werden. Hierfür plant das Museum 3000 Euro ein - das Geld ist beim Museumsverband beantragt.

Die einzige Ausstellung des Jahres widmet sich dem Ersten Weltkrieg. Sie trägt den Titel „Vom Kriegsrausch zur Kriegsqual“. Am Donnerstag, 17. September, wird sie eröffnet, bis Anfang Dezember wird sie zu sehen sein. Gemeinsam mit Volkshochschule und Geschichtsverein gibt das Museum Einblicke in den Alltag der Kriegsjahre. Schon jetzt haben Menschen aus dem Wolfhager Land etwa 100 Objekte dem Museum für die Ausstellung überlassen - darunter: Briefe, Tagebücher, ein Soldatenmantel und Alltagsgegenstände.

Von Antje Thon

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