Am Montag Start nach Coronapause

Wolfhager Schüler haben nur einmal die Woche Unterricht

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Am Montag geht es los: Urte Wiegmann-Truß vom Schulleitungsteam und ihre Kollegen haben für genügend Abstand zwischen den Schülern gesorgt. 

Wolfhager Land – Am Montag wird für einen weiteren Teil der hessischen Schüler wieder Unterricht im Klassenzimmer stattfinden

Vom normalen Schulalltag sind die Bildungseinrichtungen allerdings weit entfernt. Derzeit sind – mit Ausnahme der Grundschulen – die Abschlussklassen wieder zeitweise in der Schule, sodass die Vorgaben schon einen kleinen Praxistest hinter sich haben. Am Montag beginnt der Präsenzunterricht dann auch für andere Klassen.

Damit in der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule für alle Schüler Unterricht stattfinden kann, wurden alle Klassen geteilt. „Jeder Schüler hat mindestens einen Schultag pro Woche, in der Rest der Zeit wird weiter zu Hause gelernt“, so stellvertretende Schulleiterin Katrin Bergmann. Am Ende kommt jeder Schüler auf acht Schultage bis zu den Sommerferien. Es gebe strenge Abstands- und Hygieneregelungen. Jede Gruppe hat einen eigenen Schulhof und es gibt versetzte Pausenzeiten. Nicht einfach war es, genug Lehrer zu finden. „Rund 30 Prozent der Kollegen gehören zur Risikogruppe und können nicht eingesetzt werden“, so Bergmann. In der Christine-Brückner-Schule in Bad Emstal wird ein rotierendes System gefahren, wie Schulleiter Ulf Imhof erklärt. Die Klassen werden in zwei Blöcke aufgeteilt. Der eine Block wird montags, mittwochs und freitags unterrichtet, der andere dienstags und donnerstags. Danach wird wochenweise getauscht. „Die Organisation des Unterrichts ist extrem anspruchsvoll“, sagt Imhof. Die Pausenaufsicht gilt für alle Lehrer, um auf die Hygiene- und Abstandsregeln zu achten. Auch vor den Toiletten wird dafür Sorge getragen, dass sich dort keine „Hotspots“ bilden. Jetzt hoffen alle, dass keine zweite Infektionswelle rollt. Ab Montag kommen 250 Kinder zurück.

Laut Uwe Koch, zuständig für Schulen, Sport und Mobilität im Landkreis Kassel, fahren die Busse den regulären Fahrplan. Es gelte die Maskenpflicht, aber keine Abstandsregelung, da man sonst die dreifache Anzahl an Bussen auf die Straßen im Landkreis hätte schicken müssen. „Und die haben wir nicht.“

Foto: Julia Renner

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