Geflüchtete integrieren

Wolfhager Seniorenheim Phönix beschäftigt fünf Flüchtlinge

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Alles dreht sich um die Bewohner: Bei Pflegehelfer-Azubi Fereydon Hussein (2. von links) und den Pflegehelfern Farzana Hussein und Rohullah Ozback (rechts daneben) fühlen sich Albert Schwarze und Ingelore Albrecht in guten Händen. Rita Wefing, Leiterin des Phönix, ist froh über die Hilfe der Flüchtlinge. 

Wolfhagen - Im Wolfhager Seniorenheim Phönix haben fünf Flüchtlinge einen Job gefunden oder absolvieren eine Ausbildung. Leiterin Rita Wefing weiß ihren Einsatz sehr zu schätzen.

Auf die Unterstützung von Fereydon Hussein, Farzana Hussein und Rohullah Ozback möchte Rita Wefing, Leiterin des Seniorenheimes Phönix in Wolfhagen, nicht mehr verzichten. Sie sind drei von fünf Flüchtlingen, die in der Einrichtung einen Job gefunden haben oder eine Ausbildung absolvieren.

Die jungen Leute kümmern sich um die alten Menschen, sie begleiten sie im Alltag, sie helfen in der Hauswirtschaft und unterstützen in der Küche bei der Zubereitung und Ausgabe von Essen.

„Die Integration von Geflüchteten in die Arbeitswelt ist ein großes Thema“, sagt Harald Kühlborn, Sprecher des Landkreises Kassel. Integrationsmanagerin Kathrin Schacht hat es sich zur Aufgabe gemacht, Flüchtlinge, die im Wolfhager Land leben, in eine Beschäftigung zu bringen.

Ziel: examinierter Altenpfleger

33 Prozent der erwerbsfähigen Bewohner in der Flüchtlingsunterkunft Gasterfeld gehen aktuell einer Tätigkeit nach – das sind mehr als 100 Personen. In dieser Zahl nicht enthalten sind die Frauen und Männer, die Sprachkurse besuchen oder eine Ausbildung absolvieren, so wie Fereydon Hussein.

Der junge Afghane macht derzeit im Phönix eine einjährige Ausbildung zum Pflegehelfer. Damit möchte er es aber nicht bewenden lassen. Sein Ziel ist es, künftig als examinierter Altenpfleger zu arbeiten. Dafür will er weitere zwei Jahre in seine Ausbildung investieren.

Fereydon Hussein ist gern mit alten Menschen zusammen. Das ist etwas, das er und seine Landsleute schon als Kinder vermittelt bekommen. In seiner Kultur wird betagten Menschen viel Respekt und Wertschätzung entgegengebracht. „Für mich ist es selbstverständlich, im Bus meinen Sitzplatz einer älteren Person anzubieten“, sagt der junge Mann.

Die Pflege bietet sich für die Integration von Flüchtlingen an. Es gibt einen hohen Personalbedarf, händeringend werden Mitarbeiter gesucht. Das Haus Phönix indes ist in der komfortablen Situation, alle freien Stellen besetzt zu haben, auch mithilfe der Flüchtlinge, sagt Chefin Rita Wefing. Aktuell arbeiten in der Einrichtung 13 Azubis, die gute Aussichten haben, übernommen zu werden.

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