Einsatzkräfte mussten allein zu 50 Bränden ausrücken

Wolfhager Wehr hatte 68 Einsätze mehr als im Vorjahr

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Auf der Feuerwehrleiter eine Sprosse weiter: Über Beförderungsurkunden freuten sich René Kilian (von links), Alexander Kranz, Ralf Beauchez, Kasten Bulle, Mike Pietsch, Simona Waschk, Benjamin Brickmann, Jens Keßler, Marcel Mander, Hendrik Werner, Manuel Pickenhahn, Bernd Kornemann, André Lorenz und L ars Wiegand.

Wolfhagen – 2019 war ein Jahr, über das die Mitglieder der Wolfhager Feuerwehren sicher noch lange sprechen werden.

Die derzeit 276 (Vorjahr: 281) aktiven Mitglieder haben nicht nur 47 766 Stunden ehrenamtlichen Dienst zum Wohle der Menschen im Wolfhager Land geleistet, sondern mit 363 satte 68 Einsätze mehr als im Vorjahr gemeistert.

„Das war ein Rekord“, sagte Stadtbrandinspektor Frank Brunst am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung aller Wolfhager Feuerwehren im Niederelsunger Haus des Gastes und dankte für den unermüdlichen Einsatz. Es habe so viel zu tun gegeben wie nie, die Einsatzkräfte seien zu 50 Bränden, 255 Hilfeleistungen, zwölf Fehlalarmen und 46 Brandsicherheitsdiensten ausgerückt. „Hier hat sich gezeigt, dass auch auf dem flachen Land einiges an Einsätzen auf die Feuerwehren zukommen kann“, erinnerte Brunst beispielsweise an einen Großbrand in Ehringen gleich am 1. Januar, an zahlreiche Unwettereinsätze im März und Juli und auch zwei Gefahrguteinsätze im Juli und Dezember.

Brunst: „Bei all diesen Einsätzen hat sich einmal wieder gezeigt, dass wir dies nur mit gut ausgebildeten und hoch motivierten Einsatzkräften ableisten können.“ Damit dies auch so bleibe, sei wie immer ein großes Augenmerk auf die Ausbildung gelegt worden, wobei jeder Einzelne ein sehr hohes Engagement gezeigt habe.

Insgesamt haben 231 Feuerwehrleute an Lehrgängen und Seminaren teilgenommen. „Nur so können wir die an uns gestellten Aufgaben bewältigen und gesund von unseren Einsätzen nach Hause kommen“, so der Stadtbrandinspektor, der auch Stadtjugendwartin Corinna Baake und ihren Vertretern sowie den Jugendbeauftragten aller Wehren dankte, die mit ihrer Arbeit dafür sorgten, gut ausgebildeten Nachwuchs in die Einsatzabteilungen zu führen.

Dass sich deren Einsatz auszahlt, beweisen nicht nur die elf aus der Jugend- in die Einsatzabteilung übergetretenen Blauröcke, sondern auch die leicht wachsende Mitgliederzahl der zehn Jugendfeuerwehren. 167 Jugendliche sind hier laut Baake aktiv, 102 Jungen und 65 Mädchen, für die 23 Jugendfeuerwehrwarte, Gruppenleiter, Betreuer und Helfer zur Verfügung stünden.

Wichtige Impulse gibt der Nachwuchs auch an das Team der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, gerade hinsichtlich der sozialen Medien. „Seit einiger Zeit sind wir auch auf Instagram aktiv“, berichtet Mathias Müller, der nach 18 Jahren den Posten des Pressesprechers an Michael Langer abgibt. Sein letzter Bericht war prall gefüllt mit schönen Erfolgen wie beispielsweise 3000 Facebookfans, einer Beitragsreichweite von nahezu zwei Millionen Menschen bei 372 Veröffentlichungen, öffentlichkeitswirksamen Aktionen vom Online-Videoadventskalender bis zur Aktion „Fridays for Firefighters“, die es beide bis ins Fernsehen geschafft und sogar neue Mitglieder gebracht hätten.

Engagement, das auch bei der Stadt gesehen wird, wie Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake (parteilos) beteuerte, der den Einsatzkräften für 2020 nicht nur weniger Einsätze als im vergangenen Jahr, sondern auch alles Gute für den Bau des neuen Stützpunktes in Wolfhagen wünschte. Die Bauarbeiten sollen heute beginnen.

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