Warten auf Sonne für die Ernte

Wolfhagerinnen verkaufen Obst und Gemüse

Frischen Spargel und Erdbeeren verkaufen Gisela Gutberlet (links) und Angelika Nolte am Stand der Firma Menke-Obstbau an der Kurfürstenstraße in Wolfhagen.
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Frischen Spargel und Erdbeeren verkaufen Gisela Gutberlet (links) und Angelika Nolte am Stand der Firma Menke-Obstbau an der Kurfürstenstraße in Wolfhagen.

Angelika Nolte und Gisela Gutberlet verkaufen Obst und Gemüse am Spargelstand in Wolfhagen.

Wolfhagen – Egal, ob die Sonne scheint oder es in Strömen regnet, die Wolfhagerinnen Angelika Nolte und Gisela Gutberlet stehen bei jedem Wetter in der Spargelbude der Firma Menke-Obstbau vor dem Haus Kurfürstenstraße 10a in Wolfhagen. Dort verkaufen sie Spargel, Erdbeeren, Kartoffeln, Eier und noch viele weitere frische Produkte aus regionalem Anbau der Firma aus Welda.

„Man muss sich dementsprechend anziehen“, sagt Nolte, wenn sie bei derzeit eher kalten Temperaturen und viel Regen in der Verkaufsbude steht. Dann bevorzugt sie den Zwiebel-Look, sodass man immer mal etwas aus- oder wieder anziehen kann. „Wir warten auf Sonne“, sagt Gutberlet. Im Moment laufe die Ernte noch schleppend, da die Nächte noch sehr kalt sind. Für das Obst fehle die Sonne, und der Spargel wolle nicht aus der Erde, wie Nolte erzählt.

Wegen der Kälte ist der Spargel erst Ende April auf den Markt gekommen. Erdbeeren gibt es erst seit dem 8. Mai zu kaufen. In diesem Jahr verzögere sich alles etwas. „Aber jetzt läuft es langsam“, sagt Nolte. Die Erdbeeren seien auch bereits schön aromatisch.

In der Anlaufphase sei wegen des schlechten Wetters zunächst nicht viel Betrieb gewesen, doch mittlerweile würden mehr Kunden kommen. So kommt auch Regina Weitzendorf gerne und oft zu der Spargelbude. „Hier ist alles frisch, und es gibt nette Verkäuferinnen“, sagt sie. Außerdem wisse sie dadurch, wo die Produkte herkommen und dass sie aus der Nähe sind.

Nolte arbeitet bereits seit fünf Jahren in dem Obst- und Gemüsestand an der Kurfürstenstraße. Als die ehemalige Einzelhandelskauffrau in Rente gegangen ist, hat sie damit angefangen, da sie selbst immer an dem Stand eingekauft hat. Dann wurde sie gefragt, ob sie das auch ein Mal machen möchte, und hat es direkt ausprobiert. „Das hat Spaß gemacht“, sagt die 68-Jährige.

Gutberlet ist seit dem vergangenen Jahr mit an Bord. Da sich die beiden bereits seit vielen Jahren kennen und Gutberlet direkt gegenüber vom Stand wohnt, habe die Rentnerin, die vorher als Arzthelferin gearbeitet hatte, auch angefangen. Wenn die beiden gesund bleiben, wollen sie das auch gerne die nächsten Jahre weitermachen. „Am Schönsten ist es, wenn gut zu tun ist und die Kunden gute Laune haben“, sagt Nolte.

Ein Grund, warum den beiden die Arbeit sehr liegt: „Wir hatten vorher auch immer mit Menschen zu tun“, sagt Gutberlet, so wie sie auch an dem Stand immer wieder mit vielen Personen zu tun haben, darunter auch viele Stammkunden. „Manche kommen auch gerne auf einen kleinen Plausch vorbei“, erzählt Nolte. Es würden immer wieder Gespräche mit den Kunden entstehen.

Schon seit Langem steht die Spargelbude in Wolfhagen an der Kurfürstenstraße 10a. Da jedoch der Besitzer des Standortes gewechselt hatte, waren die beiden froh, dass die Bude auch weiterhin an der Stelle stehen darf. „Das ist gut für die Kunden, dass sie den alten Standort nutzen können“, sagt Nolte.

Angelika Nolte und Gisela Gutberlet wechseln sich beim Verkauf ab, doch an Tagen, an denen viel los ist, arbeiten die beiden Wolfhagerinnen auch zu zweit. Die Spargelbude ist montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr und samstags von 8 bis 13 Uhr geöffnet. (Samira Müller)

Seit etwa 20 Jahren gibt es den Verkaufsstand in Wolfhagen

Seit etwa 20 Jahren hat die Firma Menke-Obstbau aus Welda einen Verkaufsstandort in Wolfhagen, wie Angelika Nolte, die seit fünf Jahren als Verkäuferin an dem Stand arbeitet, berichtet. Bereits seit Langem steht das Häuschen jedes Jahr ab April an der Kurfürstenstraße 10a. Die Firma Menke-Obstbau wurde 1992 gegründet.

Neben Wolfhagen hat der Betrieb noch weitere Verkaufsstandorte in der Region Warburg und Nordhessen. Zu kaufen gibt es beispielsweise Spargel, Erdbeeren, Kartoffeln, Spargelsoße, Erdbeer- und Himbeermarmelade, Schinken, Erdbeersecco und Eier. Bald gebe es auch Himbeeren, Johannis-, Stachel und Brombeeren sowie Äpfel.

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