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Zahl der neuen Schüler steigt im Landkreis Kassel deutlich

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Von: Bea Ricken

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Schulstart für Ukrainer
Geflüchtete Schulkinder aus der Ukraine sollen in den Schulen des Kasseler Landkreises Integriert werden © Martin Schutt/dpa

Viele ukrainische Kinder sind aus ihrer Heimat nach Nordhessen geflüchtet. Einige von ihnen besuchen bereits die Schule. Weitere Intensivklassen sind in Planung.

Kreis Kassel – Die Zahl der ukrainischen Kinder, die in Schulen des Landkreises Kassel aufgenommen werden, steigt. Schon vergangene Woche wurden laut Schulamt 14 Geflüchtete in Grundschulen und 24 in weiterführende Schulen im Kreis integriert.

Laut Schulamtsleiterin Annette Knieling kommen in dieser Woche weitere Schüler hinzu. Sie geht von deutlich steigenden Zahlen in den kommenden Wochen aus.

Während die Zuweisung in die Schulen in der Stadt Kassel über das Aufnahme- und Beratungszentrum (ABZ) läuft, kommen die Kinder im Landkreis direkt in die Schulen und werden an das Schulamt gemeldet. Die meisten der Kinder gingen in Intensivklassen, von denen einige neu eingerichtet würden.

„Wir heißen die neuen Schüler herzlich willkommen“

Dort lernen Schüler aus verschiedenen Ländern Deutsch, um in das deutsche Schulsystem integriert zu werden.

Christine Saure, Leiterin der IGS Kaufungen, rechnet in dieser Woche mit acht ukrainischen Jugendlichen. „Wir heißen die neuen Schüler herzlich willkommen und werden jeden individuell betrachten. Danach entscheiden wir, welche Beschulung sinnvoll ist“, sagt sie.

Zu unterschiedlich sei die Ausgangslage, vor allem bei der Sprache. In der Gustav-Heinemann-Schule Hofgeismar werden in dieser Woche sieben Ukrainer aufgenommen. „Wir werden sie in Intensivklassen integrieren“, erklärt Schulleiter Christoph Schwab.

Weitere Intensivklassen sind geplant

Eine weitere Intensivklasse zu der bestehenden sei in Planung. Wie auch in der IGS sieht Schwab die Möglichkeit, in sprachbarrierefreien Fächern wie Sport oder Kunst, die Kinder den Regelklassen zuzuordnen. Kollegen und Schüler mit russischen beziehungsweise ukrainischen Sprachkenntnissen sollen unterstützen.

Ludger Brinkmann, Ludger Brinkmann, Schulleiter der Walter-Lübcke-Schule in Wolfhagen
Ludger Brinkmann, Schulleiter der Walter-Lübcke-Schule in Wolfhagen © Privat

Ein entsprechendes Netzwerk hat auch die Wolfhager Walter-Lübcke-Schule aufgebaut. Patenschaften für einzelne Jugendliche sind laut Schulleiter Ludger Brinkmann ebenfalls geplant.

Elf Jugendliche werden heute aufgenommen. Dafür wird eine dritte Intensivklasse aufgemacht. Wichtig sei behutsame Integration, damit die Ukrainer zunächst ankommen könnten. Eine Diagnostik stehe als nächstes an. (Bea Ricken)

Ukrainische Lehrer gesucht

Neben dem Unterricht in deutschen Schulen erhalten einige geflüchtete ukrainische Kinder weiterhin Onlineunterricht von ihren Lehrern, die noch in der Ukraine verweilen oder selbst geflüchtet sind.

Ukrainische Lehrer und Pädagogen, die sich im Landkreis Kassel aufhalten und bestenfalls über Deutschkenntnisse verfügen, sollen sich beim Schulamt melden. Die Schulen sind an deren Unterstützung sehr interessiert. Kontakt: poststelle.ssa.kassel@kultus.hessen.de

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