Luisa Kreh sammelt Spenden

Zehnjähriges Mädchen aus Wenigenhasungen setzt sich für Straßentiere ein

Wenigenhasungen. Luisa Kreh aus Wenigenhasungen freut sich auf die Sommerferien in Ägypten. Lange ausschlafen und stundenlang die Füße im Pool baumeln lassen, stehen dann allerdings nicht auf dem Programm.

Die Zehnjährige wird sich zusammen mit ihrer Mutter Sabrina (37) um Straßenhunde und herrenlose Katzen kümmern. Für die Kastration der Tiere sammelt das Mädchen Geld und verkauft selbst gebastelte Teelichter und Schlüsselanhänger.

Schon früh werden Tochter und Mutter in Hurghada, einem der größten Badeorte am Toten Meer, auf den Beinen sein. Das sei die beste Zeit, die Tiere von der Straße aufzusammeln, um sie dann beim Tierarzt kastrieren zu lassen. Zwischen 20 und 40 Euro koste eine Kastration, sagt Luisa. Mit ihrem unentgeltlichen Ferienjob unterstützt die Zehnjährige die Tierschützerin Mecky Grund, eine Deutsche, die vor Jahren nach Ägypten ausgewandert ist und für die Organisation „Villa Mama – Hilfe für vier Pfoten in Hurghada“ arbeitet. Bereits vor einem Jahr hatte das Mädchen Mecky Grund begleitet und Kastrationen miterlebt. Sabrina Kreh engagiert sich ebenfalls, bei ihren Besuchen spendet sie Verbandsmaterial und Skalpelle, die für Operationen benötigt werden.

„Ich mag das, wenn ich helfen kann“, sagt Luisa, die die fünfte Klasse der Elisabeth-Selbert-Schule in Zierenberg besucht, über ihre Motivation. Es ist aber nicht allein die Not der Tiere im fernen Hurghada, die die Zehnjährige ein wenig lindern will. Sie kümmert sich auch in Wenigenhasungen. Mit ihrer Mutter sorgt sie sich um fünf streunende Katzen. Sie ließen die Tiere kastrieren und geben ihnen zu fressen.

Über den Hundesalon „Fellwechsel“ ihrer Tante Daniela Kreh hat Luisa immer wieder Kontakt zu Hunden. Dort hilft sie ab und an aus und verkauft ihre Geschenkartikel, deren Erlös komplett in die Kastration der Tiere in Ägypten fließt. Bislang ist sie mit dem Ergebnis ihres Verkaufs noch nicht so zufrieden – „auch, wenn der nette Bürgermeister aus Bad Emstal ganz viele Sachen mitgenommen hat“, erzählt die junge Tierschützerin, die sich über die prominente Unterstützung von Ralf Pfeiffer freut.

Gern hätte Luisa einen eigenen Hund. Doch der passt derzeit nicht in den Alltag der kleinen Familie. Wer sich einen Vierbeiner zulegen möchte, dem rät die junge Wenigenhasungerin, sich ein Tier aus dem Heim zu holen. „Dort haben die Hunde ein nicht so schönes Zuhause.“ Und man könne ein gutes Werk tun.

Kontakt: Wer Luisa Kreh unterstützen möchte, kann sich an den Hundesalon „Fellwechsel“ wenden, Daniela Kreh, 05692/9998823, 01729774097

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