Zeichen der Versöhnung

Wolfhager Straßenschild in Israel angekommen

Mit dem Wolfhager Straßenschild posiert Shlomo Kann, der Sohn von Lutz Kann, sichtlich stolz zuhause in Israel.
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Mit dem Wolfhager Straßenschild posiert Shlomo Kann, der Sohn von Lutz Kann, sichtlich stolz zuhause in Israel.

Zwei Straßenschilder aus Wolfhagen haben eine lange Reise nach Israel und in die USA hinter sich. Die Straßen wurden nach den beiden einzigen Ehrenbürgern Ralph Mollerick und Lutz Kann benannt.

Wolfhagen – Die Stadt schickte ein Paket mit symbolischen Straßenschildern an Mollerick und Shlomo Kann, den Sohn des verstorbenen Lutz Kann. Mollerick und Kann sind ehemalige jüdische Mitbürger, die von den Nazis aus ihrer Heimat Wolfhagen vertrieben wurden.

Es sei wie eine Utopie, ein Akt der beinahe unmöglich für Deutschland schiene, aber dennoch ein Beweis voller Entschlossenheit, bedankte sich Shlomo Kann in einer E-Mail an Bürgermeister Reinhard Schaake.

Er sei überrascht und freue sich über diese Ehre, die seinem verstorbenen Vater entgegengebracht worden sei. Sein Vater Lutz Kann habe viel zur Versöhnung beigetragen, gerade in heutigen Zeiten, in denen Hass und Hetze eine große Rolle spielten.

„Es hat große Bedeutung für unsere Freundschaft“

In Zukunft sollten die Straßen mit den Namen jüdischer Mitbürger auf Bundesebene veröffentlicht werden, wünscht sich Shlomo Kann. Shlomo Kann und auch Ralph Mollerick, der als Wolfgang Möllerich 1930 geboren wurde, möchten in naher Zukunft die alte Heimat besuchen kommen. Ralph Mollerick hatte ebenfalls ein Paket mit seinem eigenen Straßenschild bekommen.

„Es hat große Bedeutung für unsere Freundschaft“, so Mollerick, der das Schild in seinem Arbeitszimmer platziert hat. Er hoffe, dass der neue Straßenname von den Bürgern in Wolfhagen gewürdigt werde. „Mit 13 Besuchen in Deutschland wurde Geschichte geschrieben“, meint Ralph Mollerick stolz in seiner E-Mail. (Felica Heinemann)

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