Ein Zeichen der Hoffnung: Friedenslicht aus Bethlehem erreichte Wolfhagen

Heinrich Knippschild aus Zierenberg (links) und Eduard Dux aus Wolfhagen (rechts) freuen sich über das Licht als Friedenssymbol. Foto: Neubauer

Wolfhagen. Was bringt Hunderte von Menschen an einem dunklen, nass-kalten Abend im Dezember am Wolfhager Bahnhof zusammen? Es ist das Friedenslicht aus Bethlehem, dieses Jahr unter dem Motto „Hoffnung schenken - Frieden finden". Es hat eine lange Wegstrecke hinter sich: Angezündet in der Geburtsgrotte in Bethlehem flog es über den Wolken nach Wien, um dann von Pfadfindern in alle Welt gebracht zu werden.

Nach Wolfhagen kam es am Sonntagabend mit der RegioTram von Kassel unter Aufsicht der Pfadfinder der Wolfhager Gruppe St. Heimerad.

In der kurzen Andacht wies Jürgen Günst, Gemeindereferent der katholischen Kirchengemeinde, auf die ökumenische Verbundenheit hin, die auch darin bestehe, mit dem Licht gemeinsam ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Gemäß dem Matthäus Evangelium (5,9): „Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen!“

Anja Mueller-Opfermann (Wolfhagen) bat in einem Gebet um Gottes Kraft für alle, die sich für den Frieden einsetzen. „Manchmal habe ich Angst und fühle mich hilflos angesichts der um sich greifenden Gewalt“, sagte Martina Kratz, Kreisjugend-Diakonin im evangelischen Kirchenkreis Wolfhagen. Gerade dann sei es wichtig, zu der Angst zu stehen und auf Gott zu vertrauen.

Rajmond Eckenberger, Vorsitzender der Wolfhager Pfadfinder, betonte, dass das Licht symbolisch für Jesus und seine Botschaft stehe: Frieden auf Erden. Damit solle auch den Flüchtlingen, die vor dem Krieg in ihrer Heimat geflohen sind, ein Zeichen der Hoffnung gegeben werden. Musikalisch begleitet wurde die Begrüßungsfeier vom Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Wolfhagen.

Nachdem Pfadfinderin Sandra Becker (Wolfhagen) mit dem Friedenslicht die Kerze in der großen Laterne für die katholische Kirche angezündet hatte, gab sie gerne das Licht weiter an die vielen Menschen, die das Symbol des Friedens mit nach Hause nehmen wollten.

Das Friedenslicht aus Bethlehem hat einen weiten Weg hinter sich, doch es wird vermutlich noch einen weiteren Weg zum Frieden vor sich haben.

Von Ursula Neubauer

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