Eltern und Betreuungskräfte werden unterstützt

Zuschuss für Tagesmütter: Gemeinderat verabschiedet Antrag

Bekommen mehr Geld: Tagesmütter in Habichtswald werden nun von der Gemeinde mit 50 Euro im Monat unterstützt. Auch Eltern, die ihre Kinder an Tagesmütter geben, bekommen Hilfe. Foto:  dpa

Wolfhagen. 50 Euro pro Monat für Tagesmütter und einen Zuschuss von 50 Cent pro Stunde für Familien, die ihre Kinder zur Betreuung abgeben. Diese Unterstützung wurde in der öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung der Gemeinde Habichtswald am Donnerstag zugesichert.

Der Haushaltsbegleitantrag, den die SPD im Januar gestellt hatte und der sich auf die finanzielle Unterstützung von Tagesmüttern bezieht und Eltern, die dieses Angebot nutzen, wurde einstimmig verabschiedet.

Der Hintergrund hierfür sei, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten und die Gemeinde attraktiv zu gestalten, erklärt Sebastian Hillberger, Ausschussvorsitzender der SPD für Soziales, Kultur und Fremdenverkehr in Habichtswald.

„Momentan gibt es vier Tagesmütter in der Gemeinde Habichtswald“, erklärt die Leiterin der Verwaltungsaußenstelle Ehlen und Zuständige für die Kindergärten Lisa Heinemann. „Seit dem 1. August 2013 sind wir verpflichtet für 35 Prozent der unter einjährigen Kinder eine Betreuung im Kindergarten oder durch Tagesmütter zu gewährleisten.“

Die Betreuung der U2-Kinder sei dabei aber aufwendiger, da das Personal und Inventar in den Kindergärten dementsprechend angepasst werden müsse. Dies sei bisher in den beiden Habichtswalder Kindergärten nicht gegeben. Deshalb habe man sich für die Lösung mit den Tagesmüttern entschieden, was bisher auch gut funktioniere. „Es sind immer zwei bis drei Kinder bei den Tagesmüttern“, berichtet Heinemann.

Tagesmütter bekommen durch die Verabschiedung des Haushaltsbegleitantrages nun 50 Euro pro Monat zusätzlich von der Gemeinde, wenn sie ein Kind aus Habichtswald betreuen. Dies sei auch in den Sommermonaten gültig, wenn durch Ferien und Urlaub oft keine Betreuung notwendig sei. „Wenn die Zeit ohne Betreuung nicht länger als drei Monate andauert, bekommen sie das Geld weiterhin“, erklärt Heinemann.

Die Betreuungskräfte würden freiberuflich arbeiten und dadurch auch Versicherungen selber zahlen müssen, so Bürgermeister Thomas Raue. Auch deswegen sei ein Zuschuss unbedingt notwendig.

Aber auch für Eltern, die ihre Kinder aus beruflichen oder anderweitigen Gründen an Tagesmütter abgeben, gibt es eine Erleichterung: „4,50 bis 5 Euro bezahlen Familien etwa pro Stunde für die Betreuung ihres Kindes“, weiß Lisa Heinemann. „3,30 Euro werden davon zunächst vom Jugendamt übernommen, 1,10 Euro müssen die Eltern wieder zurück an das Jugendamt zahlen. Die Gemeinde steuert nun weitere 50 Cent pro Stunde zu.“ Für bis zu 25 Stunden in der Woche könnten Eltern diese Hilfe in Anspruch nehmen, fügt Heinemann an.

„Wir erfüllen so unseren gesetzlichen Auftrag, dass auch für U2-Kinder gesorgt ist und runden außerdem unser Angebot der Nachmittagsbetreuung ab. Wir versuchen eine familienfreundliche Kommune zu sein“, zieht Sebastian Hillberger ein positives Fazit.

Von Maximilian Bülau

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