Vier Meter näher an die Straße

Wolfhagen: Parlamentsbeschluss bringt Planung für Baugebiet an Kurfürstenstraße voran

Der OD-Stein.
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Markiert Beginn und Ende einer Ortsdurchfahrt: Der OD-Stein. Nach Verhandlungen mit Hessen Mobil darf die Bebauung an der Kurfürstenstraße in Wolfhagen nun vier Meter näher an die Straße rücken.

Langsam kommt Bewegung in die Planungen der Stadt Wolfhagen, an der Kurfürstenstraße auf einer Fläche von 3,1 Hektar ein kombiniertes Wohn- und Mischgebiet schaffen zu wollen.

Wolfhagen - Nach gut zwei Jahren beschlossen die Stadtverordneten am Donnerstagabend die Abwägungsliste mit den Anregungen und Bedenken zu den Änderungen im Flächennutzungsplan und zum Entwurf des Bebauungsplanes.

Zu den Verzögerungen war es gekommen, weil das Parlament zum einen auf dem flankierenden Abschnitt der Kreisstraße von Bründersen nach Wolfhagen eine Absenkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 auf 70 Kilometer pro Stunde wünschte.

Zum anderen sollte der sogenannte Ortsdurchfahrt-Stein (OD-Stein) mit dem Ziel verlegt werden, Gebäude näher an der Straße platzieren zu dürfen, um so wertvolle Fläche nutzen zu können, sagt Ingo Ziesing vom Bauamt der Stadt. In den Verhandlungen mit Hessen Mobil und dem Landkreis Kassel erzielte die Stadt allerdings nur einen Teilerfolg.

Hessen Mobil gab grünes Licht

Während auf der Kreisstraße auch künftig 100 Kilometer pro Stunde gefahren werden dürfen, wurde die Bauverbotszone außerhalb des OD-Steins – er markiert Beginn und Ende einer Ortsdurchfahrt – von 20 auf 16 Meter reduziert.

Dafür habe Hessen Mobil grünes Licht gegeben. Große Zufriedenheit machte sich ob dieses Ergebnisses bei der Stadt Wolfhagen jedoch nicht breit. Letztlich habe man einen schmalen Streifen von vier Metern Breite gewonnen, der nun in die Bebauung mit einbezogen werden dürfe, sagt Abteilungsleiter Ziesing.

Vorgesehen sei, das Mischgebiet unmittelbar entlang der Kreisstraße unterzubringen. In einem Mischgebiet haben Wohnen und Gewerbe gleichberechtigt nebeneinander Platz. Neben Wohnhäusern könnten sich dort Bürogebäude, Einzelhandelsbetriebe, medizinische Einrichtungen, Gaststätten und Tankstellen ansiedeln – alles unter der Prämisse, dass sie das Wohnen nicht stören.

Mehr Investoren als Plätze

Der Stadt lägen für die Flächen mehr Angebote von Eigenheimbauern und Firmen vor, als untergebracht werden könnten, sagt Bürgermeister Reinhard Schaake (parteilos). Einigen Investoren laufe die Zeit davon. „Wir können mit dem Baugebiet nicht noch länger warten“, sagt der Verwaltungschef.

Seit fünf Jahren sei man mit den Planungen zugange. Weil die Nachfrage so groß sei, strebe die Stadt in einem weiteren Schritt an, die Bebauung in südliche Richtung bis zur Herderstraße abzurunden. Die Entscheidung über die Firmen, die sich im Mischgebiet ansiedeln können, steht noch aus.

Nach Angaben von Ingo Ziesing soll etwas mehr als die Hälfte des Gebiets, für das am Donnerstag der Abwägungsbeschluss gefasst wurde, für die reine Wohnbebauung genutzt werden, das entspricht etwa 17 Baugrundstücken. Er geht davon aus, in der zweiten Jahreshälfte mit dem Satzungsbeschluss der Bebauungsplan Rechtskraft erlangt. Mitte kommenden Jahres könnte dann mit der Erschließung des Baugebietes an der Kurfürstenstraße begonnen werden.

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