283 aktive Mitglieder: 50 000 Stunden ehrenamtlicher Dienst – 285 Einsätze für die Wolfhager Feuerwehren

Mehr in die Öffentlichkeit gehen

Auf der Feuerwehrleiter eine Sprosse weiter: die beförderten Feuerwehrmänner Alexander Trotte (von links), Andre Lorenz, Steffen Kreisel, Thomas Treschhaus, Peter Göbel, Patrick Pilz, Dirk Mahlmann, Sascha Kreisel, Alexander Kranz, Marcel Lorenz, Tobias Kuhaupt, Sascha Mühlbrodt, Dennis Schminke, Florian Daude und Florian Swoboda. Fotos:  Hoffmann

Wolfhagen. Neue Internetpräsenz, eigener Facebookauftritt und ein aufwendig produzierter Film: In Sachen Öffentlichkeitsarbeit wollen die Wolfhager Feuerwehren in diesem Jahr neue Wege gehen. Noch immer nämlich gebe es zu viele Menschen, die nicht wüssten, dass die Feuerwehrmänner und -frauen ehrenamtlich arbeiten, sagte Stadtbrandinspektor Frank Brunst am Freitagabend während der gemeinsamen Jahreshauptversammlung aller Einsatzabteilungen der Stadt Wolfhagen, während der zudem ein neues Logo präsentiert wurde, das den Wolfhager Wehren schon bald ein gemeinsames Gesicht nach außen geben soll.

„Die Öffentlichkeitsarbeit ist im vergangenen Jahr etwas liegen geblieben“, resümierte Sebastian Swoboda in seinem Bericht, was sich mit den neuen Aktivitäten nun ändern solle. Zu berichten gibt es aus dem Alltag der Wolfhager Wehren in der Tat reichlich, wie der Rückblick von Stadtbrandinspektor Brunst zeigte. Die derzeit 283 aktiven Mitglieder haben im abgelaufenen Jahr 50 000 Stunden ehrenamtlichen Dienst geleistet, mussten mit 285 Einsätzen deutlich öfter ausrücken als im Vorjahr (174): 36 Brände, 200 Hilfeleistungen, 37 Brandsicherheitsdienste und elf Fehlalarme. „Dabei hat sich immer der gute Ausbildungsstand unserer Wehren gezeigt“, so Brunst.

Zahlreiche Lehrgänge seien absolviert, im April erstmals die „Wolfhager Rettungstage“ veranstaltet worden. „Hier haben wir an sechs Stationen den Umgang mit Rettungsgeräten geübt“, so Brunst, der ausdrücklich das hohe Engagement aller lobte: „Der Ausbildungsstand der Wolfhager Feuerwehren ist als sehr gut zu bezeichnen.“

Zeit für die Jugendarbeit

Damit das auch in Zukunft so bleibt, investieren Stadtjugendwartin Corinna Baake und ihr Stellvertreter Jens Kessler viel Zeit in die Jugendarbeit. Dass sich das auszahlt, zeigt die konstante Mitgliederzahl: 174 Nachwuchskräfte sind laut Kessler in Wolfhagen aktiv, 123 Jungen und 51 Mädchen. Großes Thema war 2015 das Feuerwehrdienstleistungszentrum. Neben Breuna und Habichtswald sei nun auch die Stadt Naumburg mit an Bord, berichtete Brunst. Ahnatal, Bad Arolsen und Volkmarsen ließen ihre Schutzkleidung in Wolfhagen waschen, zudem sei ein Vertrag mit der Gemeinde Niestetal abgeschlossen worden. Zahlreiche weitere Anfragen lägen vor, so hätten unter anderen die Städte Niedenstein und Fritzlar starkes Interesse bekundet.

Unterstützung der Stadt

Dass 2015 „nach langen Gesprächen und Diskussionen“ nun auch ein Beschluss hinsichtlich eines Neubaus des Wolfhager Stützpunktes gefasst werden konnte, freut Brunst besonders. „Hier Geld auszugeben, macht aber nur Sinn, wenn wir weiterhin die Einsatzbereitschaft haben, den Dienst am Nächsten aufrecht zu erhalten.“ Unterstützung versprach Bürgermeister Reinhard Schaake, der den Mitgliedern der Wehren ausdrücklich für ihr ehrenamtliches Engagement dankte.

Von Sascha Hoffmann

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