Wolfhager Land: Der Arbeitsmarkt ist weiter stabil

Detlef Hesse Foto:  nh

Wolfhager Land. Mitte des zweiten Quartals zeigt sich der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Kassel weiterhin stabil und dynamisch. Auch im Mai setzte sich der positive Trend fort: 701 weniger gemeldete Personen gibt es im Agenturbezirk.

Die Anzahl der Arbeitslosen sank auf 18 922 Personen. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 6,7 Prozent. Die Arbeitslosigkeit in Wolfhagen hat sich von April auf Mai um 27 auf 1039 Personen verringert. Die Arbeitslosenquote betrug im Mai 4,9 Prozent, vor einem Jahr belief sie sich auf 4,8 Prozent.

Dabei meldeten sich 216 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 43 mehr als vor einem Jahr, und gleichzeitig beendeten 239 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+51). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 1148 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Plus von 40 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 1095 Abmeldungen von Arbeitslosen (+5).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Mai um zwei Stellen auf 135 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 53 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Mai 42 neue Arbeitsstellen, fünf mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 225 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 38 Stellen.

Die Gründe für die weitere Verbesserung sieht Detlef Hesse, Leiter der Arbeitsagentur Kassel, sowohl in konjunkturellen als auch in saisonalen Impulsen. Als beunruhigend bewertet Hesse den Anstieg bei den gemeldeten Ausländern. Waren im Mai 2014 noch 21 ausländische Bürger in Wolfhagen arbeitslos gemeldet, so sind es aktuell 90. „Und das sind in der Regel sehr motivierte Menschen, die schnell Fuß fassen möchten“, sagte Agentursprecherin Silke Senhenn.

Um die Integration weiter zu verbessern und auch Menschen eine Chance zu eröffnen, die den Arbeitsmarktanforderungen auf den ersten Blick nicht entsprechen, fordert Hesse alle Beteiligten auf, in ihren Bemühungen nicht nachzulassen und maßgeschneiderte Konzepte zu entwickeln. „Für die gesellschaftliche und ökonomische Entwicklung wird es entscheidend sein, die Beschäftigungspotenziale von Älteren, Frauen und Migranten umfassend auszuschöpfen und damit dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken“, so Hesse.

Zudem mahnt Hesse an, dass sich die Personalverantwortlichen dringend auf eine alternde und schrumpfende Bevölkerung einstellen müssen, da die Wirtschaft ansonsten in den nächsten Jahren zunehmend in Schwierigkeiten gerate.

Von Monika Wüllner

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