Getreide hat gelitten

Wolfhager Land: Landwirte kämpfen mit Ertragseinbußen durch Trockenheit und Nachtfröste

Ein Mähdrescher im Einsatz.
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Die Mähdrescher sind wieder im Einsatz: Mit den Ernteergebnissen sind die Landwirte nicht zufrieden, da Nachtfröste und Trockenheit dem Korn geschadet haben.

Die Getreideernte hat begonnen und die Befürchtungen der Landwirte bestätigen sich: Die Erträge sind im Wolfhager Land je nach Bodenbeschaffenheit mies bis durchwachsen.

Wolfhager Land – Auf Böden, die aufgrund ihrer Struktur die Feuchtigkeit besser halten können, steht die Frucht besser. Dann gibt es Dürre-Hotspots, wie beispielsweise in Burghasungen, Dörnberg oder auch Zierenberg, wo das Getreide erheblich leidet. Verantwortlich für die Ernte-Ergebnisse ist laut Kreisbauernverband die seit drei Jahre anhaltende Trockenheit der Böden, fehlender Regen in diesem Jahr und Nachtfröste in der Pflanzphase, die dem Getreide zusetzten.

„Daran konnten auch die Regenschauer der vergangenen Wochen nichts mehr ändern“, sagt Sprecherin Stefanie Wittich. Dies gelte auch für Raps und Weizen, die demnächst geerntet werden. Der Weizen hat wegen des Wassermangels im April und Mai nur einen Haupttrieb gebildet und trägt deshalb nur wenig Ähren. Bei der Gerste sind viele Ähren leer geblieben, weil die Blüte verfroren ist.

Der Schrecken des Dürresommers 2018

Profitiert vom späten Regen haben immerhin der Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln, die später im Jahr gepflanzt wurden. Einen Schub gab es auch beim Gras, das wichtiges Futtermittel für die Tiere der Landwirte ist. Noch vor ein paar Wochen hatten die Bauern und auch Hobby-Pferdehalter mangels Regen eine Futterknappheit befürchtet.

Der Schrecken des Dürresommers 2018, in dem das Futter ausging, ist immer noch bei allen präsent. Zum Glück seien die Felder bisher von Unwettern verschont, sagt Stefanie Wittich. „Letztes Jahr ist der Mais vom Hagel kaputt gegangen“.

Was den Mais betrifft, haben die Landwirte aber noch ein weiteres Problem, den Vogelfraß. Damit lassen sich die Lücken auf den Maisfeldern erklären. Bisher wurden die Maiskörner mit einem Pflanzenschutzmittel behandelt, das Vögel wie Krähen und Tauben fernhielt.

Diese Standardbeize ist laut Bauernsprecherin Stefanie Wittich seit diesem Jahr verboten.

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