Erfolg bei WM

Wolfhager messen sich in Südafrika mit der Weltspitze im Tauziehen

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Geben alles: Die deutsche Nationalmannschaft mit Mike Döhne (Vierter von rechts) und Christian Döhne (Dritter von rechts) bei der Weltmeisterschaft in Südafrika.

Wolfhagen. Zur Weltmeisterschaft nach Südafrika sind drei Wolfhager gereist. Sie waren für die deutsche Nationalmannschaft im Tauziehen nominiert worden. In Kapstadt maßen sie sich mit den Besten der Welt und schnitten dabei selbst sehr erfolgreich ab.

Bei den sportlichen drei handelt es sich um Mike Döhne, Christian Döhne und Rainer Vogel. Sie sind Mitglied in der Tauziehgruppe Philippinenburg und -thal und trainieren unter anderen auch mit einem holländischen Verein.

Christian und Mike Döhne landeten im WM-Kader und belegten mit der deutschen Nationalmannschaft Platz vier in der Gewichtsklasse bis 680 Kilogramm. Rainer Vogel trat bei den Club-Open an und gewann in der Kategorie gemischte Mannschaft die Silbermedaille.

Um diese Leistungen zu erreichen, verordneten sich die drei ein straffes Trainingsprogramm. In den Wochen vor der Weltmeisterschaft trainierten sie zweimal täglich. „Das ist schon eine hohe Belastung, das Training auch mit Job und Familie zu vereinbaren, aber es zahlt sich aus.“ sagte Vogel. Rainer Vogel und Christian Döhne sind seit ihrer Jugend in diesem Sport aktiv, Christian Döhne seit seinem zwölften Lebensjahr, Rainer Vogel hat mit 14 Jahren begonnen. „Tauziehen ist eine Sportart, die nicht jeder macht. Sie ist kraftintensiv und man kann sich dabei richtig auspowern“, erklärt Christian Döhne seine Begeisterung für den Sport.

Das Match gegen England im Video (ab 2:56):

Auch Rainer Vogel weiß genau, warum er diese Sportart betreibt: „Für mich ist es die fairste und realste Form des Kräftemessens ohne den Gegner zu verletzen.“ Zudem schätzt er, dass kein Geld mit dem Sport zu machen sei und es deswegen wirklich nur um den Sport gehe.

Südafrika war für die Sportler ein besonderes Erlebnis. „Landschaftlich hatten wir noch nie so einen tollen Turnierplatz“, sagte Christian Döhne. Die Weltmeisterschaft fand zwischen Tafelberg und Atlantik in Camps Bay, einem Vorort von Kapstadt, statt.

In der Woche in Südafrika blieb ihnen aber neben dem Turnier kaum Zeit, um das Land zu erkunden. „Am Montagabend sind wir angekommen, am Dienstagvormittag war Wiegen und am Nachmittag konnten in Kapstadt eine Stadtrundfahrt machen und haben den Tafelberg angeschaut“, sagte Christian Döhne. Bis Samstag beinhaltete der Terminplan dann ausschließlich das Turnier. Sonntags besuchten sie schließlich noch das Kap der guten Hoffnung, bevor es wieder auf die Heimreise ging.

Mit der Weltmeisterschaft endet die Saison für die Tauzieher aus Philippinenburg. Was ihnen in Erinnerung bleibt? „Der tollste Moment war natürlich, so ein Ding um den Hals gehängt zu bekommen“, sagte Rainer Vogel und hält seine Silbermedaille hoch.

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