Top-Start ins Berufsleben

Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule ist unter den zehn Besten

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Sieger beim Schulwettbewerb: Die Wolfhager stehen hinten rechts neben Kultusminister Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz (grüne Krawatte). Schulleiter Ludger Brinkmann und Berufs-Kooperationspartner Harms Böttger, davor Hauptschulleiterin Martina Bohl sowie die Schüler Farida Kardanova, Anna-Marie Korte und Philipp Fischer (rote Kaputzenbänder)

Wolfhagen. Als sich Schulleitung und Schüler am Donnerstag mit dem Schulbus in Richtung Wiesbaden aufmachen, wissen sie nur, dass die Wilhelm-Filchner-Schule unter den zehn Besten beim Wettbewerb „Starke Schule“ ist.

Umso spannender der Moment der Preisverleihung, als Kultusminister Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz (CDU) nach der Gesamtschule Kelsterbach, der Martin-Niemöller-Schule in Riedstadt und der Heinrich-Kraft-Schule in Frankfurt die Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule aufruft. „Wir haben uns total gefreut, es war eine besondere Erfahrung“, erzählt Schülerin Farida Kardanova.

„Wir haben uns total gefreut, es war eine besondere Erfahrung.“

Farida KardanovaSchülerin

Für Schulleiter Ludger Brinkmann und die Leiterin des Hauptschulzweiges, Martina Bohl, ist der vierte Platz die Bestätigung einer guten Arbeit der Schule in Sachen Berufsorientierung. Diese reicht von einer engen Vernetzung mit Betrieben aus dem Wolfhager Land und fächerübergreifender Projektarbeit bis zu externen Bewerbungstrainings, das Angebot von Sprach-Zertifikaten, Ernährungserziehung, der Integration von Flüchtlingen, Auslandspraktikas und einem Schnupperstudium. Das gesamte Angebot ist auf einem großen Plakat nachzulesen, das die Wolfhager mit nach Wiesbaden genommen haben.

Aus rund 500 Einsendungen bundesweit hat die Jury mit und Experten aus Bildung, Ausbildungsmarkt, Wirtschaft und Wissenschaft auf Basis der schriftlichen Bewerbungen und nach mehr als 60 Schulbesuchen die jeweiligen Landessieger ermittelt. Bei ihrer Entscheidung bewertete die Jury, wie Schulen und Lehrkräfte Grundlagen schaffen, Begabungen ausbauen, Übergänge meistern und Netzwerke nutzen. Dabei wurden die jeweiligen regionalen und soziokulturellen Rahmenbedingungen mit berücksichtigt.

Der Wettbewerb prämiert die herausragende Arbeit, die diese Schulen bei der Vorbereitung auf die Berufswelt leisten und wird alle zwei Jahre von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutschen Bank Stiftung ausgeschrieben.

Ins Netzwerk aufgenommen

Viel wertvoller als die Urkunde ist für die Wolfhager das Privileg der Platzierten, in ein länderübergreifendes Netzwerk aufgenommen zu werden. Vier Jahre lang erhalten Lehrkräfte und Schulleitungen hier Zugang zu zahlreichen akkreditierten Fortbildungen zur Unterrichts- und Organisationsentwicklung.

Fortbildungen schon gebucht

Das Netzwerk hat sich zu einem Forum entwickelt, in dem sich engagierte Lehrer austauschen, weiter qualifizieren und über Bundeslandgrenzen hinweg zusammen an der Schule von morgen arbeiten. „Wir haben uns für die ersten beiden Fortbildungen schon angemeldet“, verrät Schulleiter Brinkmann.

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