Fortpflanzungszeit der Rehe erhöht das Risiko auf der Straße

Zahl der Wildunfälle im Wolfhager Land steigt

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Die Zahl der Wildunfälle steigt im Wolfhager Land weiter an. Nach einer Polizeistatistik fgab es im ersten Halbjahr 2019 eine Steigerung um 6,1 Prozent.

Die Dunkelziffer ist laut Jagdverband bundesweit vier bis fünfmal so hoch, da nicht alle Wildunfälle gemeldet und auch Unfälle mit kleineren Tieren wie Fuchs oder Dachs nicht immer registriert werden. Hessenweit stieg die Zahl der Wildunfälle laut Kasseler Polizeipressesprecher Marcus Weber nur um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Derzeit wird die Situation auf den Straßen noch durch die Paarungszeit des Rehwildes verschärft, die noch den August über anhält. Durch Duftstoffe signalisierten die weiblichen Tiere (Ricken) den Rehböcken ihre Paarungsbereitschaft.

Theodor Arend von Hessen Forst appelliert an Verkehrsteilnehmer vor allem in Waldgebieten und im ländlichen Bereich den Fuß vom Gas zu nehmen. Insbesondere dort, wo der Waldrand, Hecken oder noch nicht abgeerntete Mais- und Getreidefelder an den Straßenrand heranreichen.

Durch die Brunftzeit queren Ricke und Bock im Rausch der Hormone kopflos die Straße – auch tagsüber. Hinzu kommen die Revierkämpfe der Jungtiere, die sich verfolgen und dabei ebenfalls zu einer Gefahr im Straßenverkehr werden können. Wenn ein Tier über die Straße läuft, müsse man immer mit nachfolgenden Tieren rechnen, warnt der Forstamtssprecher.

Nach der Paarungszeit der Rehe steht fast übergangslos die Brunftzeit des Rotwildes an. Diese beginnt laut Theodor Arend Mitte September. Zu dieser Jahreszeit sind die Geweihe der männlichen Rothirsche fertig ausgebildet und der Hormonspiegel steigt. Die Hirsche untereinander werden zu Rivalen und kämpfen miteinander. Auch bei diesen Auseinandersetzungen oder der Verfolgung der Hirschkühe bleibt es auf den Straßen riskant.

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