Erhard Opfermann hilft blindem Zierenberger

200 Euro auf Konto der Stadt überwiesen

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Erhard Opfermann

Zierenberg. Dass ein erblindeter Mensch in Zierenberg auch noch Eintritt für seine Betreuungsperson im Schwimmbad zahlen soll, erhitzt die Gemüter.  Erhard Opfermann aus Zierenberg handelt. Jetzt hat er der Stadt Zierenberg 200 Euro auf das Stadtkonto überwiesen.

Zweckgebunden für behinderte Menschen, die im Ausweis den Kennbuchstaben B eingetragen haben. B steht für eine erforderliche Begleitperson. „ Sollte das Geld nicht ausreichen, bin ich gerne bereit, noch 100 Euro nachzuschießen“, sagte Opfermann im Gespräch mit der HNA. Opfermann ist SPD-Mitglied und saß früher selbst mal in den Reihen der Stadtverordneten.

Er habe den Bericht zu diesem Thema in der HNA gelesen. „Ich muss sagen, dass man sich hier für die Politik, und zwar für die, die sie in Zierenberg machen, schämen muss“, sagte Opfermann und schreibt das auch in seinem Brief an Bürgermeister Stefan Denn (SPD).

Opfermann hinterfragt, ob denn in der Politik das letzte bisschen Menschlichkeit auf der Strecke geblieben sei. Gerade die Schwächsten der Gesellschaft brauchen Maßnahmen, die sie fühlen lassen, dass sie Mitglieder dieser Gesellschaft sind, ergänzt Opfermann.

Hier brauche es Fingerspitzengefühlt, gerade auch durch die Politik. „Ich weiß nicht, wo die Entscheidung getroffen wurde. Aber es wäre sicherlich nicht schlecht gewesen, wenn der Bürgermeister seine Schatulle aufgemacht hätte, um so diese prekäre Situation zu entschärfen“, schreibt Opfermann.

So habe Denn und die Politik in der Bevölkerung ein Eigentor der schlimmeren Art geschossen. Von der Aussage „Wir sind die Vertreter der Bevölkerung“, sei nichts spürbar. (mow)

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