Neue Begegnungsstätte kostet 1,1 Mio. Euro

Abriss dauert acht Tage: Gemeindehaus in Zierenberg weicht Neubau

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Ohne Dach und ohne Tür: Am Christophorushaus in Zierenberg haben die Abrissarbeiten begonnen.

Zierenberg. Ein großes Projekt für Zierenberg, ein Klacks für die Bauarbeiter: In nur acht Arbeitstagen soll das Christophorushaus in der Altstadt komplett verschwunden sein.

Seit Dienstag laufen die Abrissarbeiten am einstigen Gemeindehaus der evangelischen Kirche, mehr als zwei Arbeiter braucht es dafür nicht.

„Ich könnte das Gebäude auch an einem Tag dem Erdboden gleich machen“, sagt Matthias Reibeholz von der bauausführenden Firma Horst Becker, der mit seinem Abbruch- und Sortiergreifer allerdings etwas mehr Zeit eingeplant hat, um die Baumaterialien nach Holz und Stein zu sortieren, um sie nachher wieder verwenden zu können. Außerdem müssten er und sein Kollege vorsichtig vorgehen, um angrenzende Gebäude nicht zu beschädigen und den Verkehr auf der direkt am Christophorus vorbeilaufenden Mittelstraße nicht zu behindern.

Neue Begegnungsstätte kostet rund 1,1 Millionen Euro

Die Evangelische Kirchengemeinde will auf dem ehemaligen Standort des Christophorushauses eine Begegnungsstätte bauen. Rund 1,1 Millionen Euro kostet das Projekt. Davon gibt es 200.000 Euro als Zuschuss aus dem Leaderprogramm, die Stadt Zierenberg übernimmt 100.000 Euro, der Kirchenkreis 150.000 Euro, die Landkirche trägt 450.000 Euro und die Kirchengemeinde 200.000 Euro. Pfarrer Friedemann Rahn rechnet damit, dass das Haus im kommenden Jahr eingeweiht werden kann.

In dem Neubau soll es künftig Bildungsangebote, Veranstaltungen und Feiern geben. Zusätzlich bekommt die Flüchtlingshilfe dort ein Koordinationsbüro. Im Vorfeld hatte es eine Bedarfsermittlung gegeben. Die Ergebnisse sind in die Planung des Bad Arolser Architekturbüros Müntinga und Puy eingeflossen. Durch große Fenster soll die Kirche im Blickfeld sein. Unter anderem wird das Gebäude barrierefrei erreichbar sein. Das war ein wichtiges Anliegen, da Menschen mit Einschränkungen nur mit Hilfe in das alte Haus gelangen konnten.

Schon Jahre vorher war über eine Sanierung des im Jahr 1965 gebauten Christophorushauses diskutiert worden. Dies wurde jedoch zuletzt verworfen. Ein funktionaler Umbau des Christophorushauses und die energetische Sanierung wären letztlich teurer gekommen als ein Neubau, so ein Sprecher des Architekturbüros.

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