Paul Müller wird vom ADAC gefördert

Achtjähriger aus Zierenberg nimmt am ADAC Pocket-Bike-Cup teil

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Liebt den Rennsport: Der achtjährige Paul Müller aus Zierenberg nimmt im Frühjahr am ADAC Pocket-Bike-Cup teil. Er fährt bereits seit einem Jahr auf einem Mini-Crossbike. 

Zierenberg. In einem Vorentscheid wurde Paul Müller (8) von 20 Teilnehmern aus ganz Deutschland für den ADAC Pocket-Bike-Cup ausgesucht. Er wird im Mai an den Start gehen. 

Wenn Paul Müller aus Zierenberg in seinen schwarz-roten Lederkombi steigt, fühlt sich der Achtjährige wie ein richtiger Rennfahrer. Der Rückenprotektor, den er sich umschnallt, ähnelt optisch einer Schildkröte. „Ich sehe damit zwar aus wie eine Kröte, doch lahm fahre ich nicht“, sagt er und präsentiert sich stolz in seinem Outfit.

Der Achtjährige liebt die Geschwindigkeit. Und das ist kein Wunder: Denn seine Leidenschaft für Motorräder und Rennsport wurde ihm in die Wiege gelegt. Pauls Großeltern und auch seine Eltern sind begeisterte Motorradfahrer. Mama Nadine Müller stieg bereits mit 16 Jahren das erste Mal auf ein Motorrad. Und auch Pauls vierjährige Schwester Carlotta schwärmt jetzt schon von den Zweirädern, erzählt Nadine Müller. Mit sieben Jahren kaufte sich Paul bereits sein erstes Pocket-Bike von seinem Taschengeld, sagt die 41-Jährige.

Bis Paul selbst ein richtiges Motorrad fahren kann, dauert es noch ein Weilchen. Dafür tritt er im Frühjahr beim jährlichen ADAC Pocket-Bike-Cup an. Durch einen Bekannten stieß Nadine Müller auf eine Ausschreibung des ADAC. Dieser suchte für das Rennen noch weitere Teilnehmer.

Da Paul schon seit einiger Zeit in seiner Freizeit auf einem Mini-Crossbike fuhr, fragte sie ihren Sprössling, ob er sich nicht vorstellen könne, an dem Rennen teilzunehmen. „Er war sofort bei der Sache“, sagt die Mediengestalterin. Seither sind Paul und seine kleine Rennmaschine ein unschlagbares Team. Mehrmals wöchentlich übt er mit den vier Pferdestärken.

Sechs Rennen beim ADAC Pocket-Bike-Cup

Beim ADAC-Vorentscheid in Malsfeld im Oktober vorigen Jahres war Paul zu Beginn etwas nervös, gibt er zu. Dennoch: „Ich fand das alles mega spannend“, sagt er. Und das Resultat kann sich sehen lassen: Er wurde von insgesamt 20 Teilnehmern aus ganz Deutschland ausgesucht und wird nun vom ADAC Hessen-Thüringen gefördert. Er darf an den sechs Rennen des Pocket-Bike-Cups teilnehmen. Darunter findet auch ein Rennen auf der Rennstrecke in Oschersleben statt.

Zum Proben für das Rennen im Frühjahr stellt der ADAC Hessen-Thüringen den Teilnehmern Rennmaschinen zur Verfügung. Diese sind auf sechs PS gedrosselt. Bei dem Wettkampfrennen legen sich die Kinder mit den zugelassenen Maschinen mit bis zu 80 bis 90 km/h in die Kurven.

Für den Cup trainiert Paul drei Mal wöchentlich. Dafür fährt seine Mama mit ihm zu weitflächigen und asphaltierten Parkplätzen. Dann werden noch Verkehrshütchen aufgestellt, und Paul kann loslegen.

Ein zusätzlicher Nervenkitzel ist das Fahren auf nasser Fahrbahn: „Da macht es erst richtig Spaß – man rutscht richtig“, sagt der Achtjährige begeistert. „Wenn es aber durchgehend regnet, gehen wir mit Paul Kart fahren, um zu proben“, erzählt Nadine Müller.

Angst hat sie nicht, wenn ihr Sohn auf das Miniaturmotorrad steigt. „Die Kinder sind gut geschützt – beim Fußball kann sogar mehr passieren“, sagt sie. So zuversichtlich wie Nadine Müller ist auch ihr Sohn, der es kaum abwarten kann, beim ersten Rennen im Mai sein Können zu zeigen.

Noch mehr Informationen gibt es unter www.paulmueller-racing.de.

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