Adjiri Odametey sorgte für authentische Klänge aus Afrika

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Eindrucksvoller Lieferant authentisch-afrikanischer Weltmusik: der ghanaischen Singer-Songwriter und Multi-Instrumentalisten Adjiri Odametey.

Zierenberg. Tanzen. Sich einfach dieser außerordentlich besonderen Mischung wachrüttelnder Rhythmen und melancholisch-relaxter Stille hingeben. Viel mehr will man gar nicht, wenn Adjiri Odametey seine Musik zelebriert.

Obwohl die Akustik der Zierenberger Stadtkirche den Klängen des westafrikanischen Liedermachers und seiner Musiker am Samstagabend sicher schmeichelt, wünscht man sich doch schnell an einen anderen Ort. Ein Ort, wo man nicht nur zaghaft unter den Holzbänken des Gotteshauses mit den Füßen wippen, sondern ausgelassen feiern kann. Unter freiem Himmel vielleicht, im strahlenden Sonnenschein. Das würde passen zur anfangs fremd und schnell doch vertraut klingenden Instrumentierung, die diese Lieder so faszinierend macht.

Warme, erdige Stimme

Streckenweise für den ein oder anderen Zuhörer vielleicht etwas monoton, ist es doch genau das, was dem Ganzen diesen magisch-meditativen Zauber einhaucht, der ohne Umwege auf eine musikalische Traumreise gen schwarzen Kontinent führt, getragen von Odameteys warmer, erdiger Stimme, die mit den Klängen afrikanischer Instrumente wie der Kora (afrikanische Harfe), dem Balafon (Holzxylophon) oder dem Daumenklavier zu fesseln weiß.

Voller Sehnsucht und Leidenschaft sind sie, die Titel seiner drei Alben, die den ghanaischen Singer-Songwriter und Multi-Instrumentalisten längst zu einem der eindrucksvollsten Lieferanten authentisch-afrikanischer Weltmusik gemacht haben. Wovon die handeln, das dürften allerdings nur die wenigsten verstehen. Dafür fühlen sie es, bis in jede Pore. Beim experimentell angehauchten „Dzen“ etwa, dem Titelsong seiner dritten CD, was soviel heißt wie „Welt“ und die Vision Adjiri Odameteys auf den Punkt bringt: Er will Musik machen, die die Welt verbindet. Songs erschaffen, deren Rhythmus und Melodien Brücken bauen. Es gelingt ihm, auch im Warmestädtchen, wo „Dzen“ mühelos die Konzertbesucher im gemeinsamen Singen und Klatschen vereint.

Es ist eine wahre Freude, dem Trio zu lauschen und ein Geschenk, dass sich das Zierenberger Kulturforum nun auch der Sparte Weltmusik geöffnet hat. Das finden auch diejenigen, die schnell die Holzbänke der ersten Reihe verlassen und ganz hinten, am anderen Ende des Gotteshauses, das einzig Richtige tun: tanzen.

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